Julian Kämmle (hinten) ist am Drücker. Bei der unglücklichen 14:15-Niederlage gegen den Spitzenreiter Trossingen holte er zwei Punkte für die Neckarunion. Foto: /Holger Strehlow

Die Neckarunion Münster-Remseck, Schlusslicht der Ringer-Landesliga, schrammt haarscharf an der Überraschung vorbei und unterliegt dem Spitzenreiter KSV Trossingen mit 14:15-Punkten.

Münster - Die bisherigen Resultate ließen im Kampf zwischen der Neckarunion Münster-Remseck und dem Spitzenreiter KSV Trossingen den Sieger durchaus erahnen: Auf der einen Seite standen die 9:27-, 8:30- und 11:21-Niederlagen, auf der anderen die 21:10-, 22:9- und 40:0-Siege. Kein Wunder, dass die Neckarunion Schlusslicht in der Landesliga ist, Trossingen deren Spitzenreiter. Doch als am vergangenen Samstag der heimische Toni Jilke in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm im griechisch-römischen Stil zusammen mit Daniel Ehler die Matte betrat, standen die beiden nicht nur vor den letzten sechs Minuten des Abends, sondern das begeisterte Publikum in der Münsterer Festhalle vor ihren Stühlen. Das Schlusslicht hatte zu diesem Zeitpunkt sensationell mit 14:12 die Nase vorn. Die Überraschung und die ersten Punkte der Saison waren griffbereit – da waren sich auch die Verantwortlichen der Neckarunion sicher. „Toni habe ich gegen Daniel Ehler einen Sieg oder eine knappe Niederlage zugetraut, war mir aber ziemlich sicher, dass wir insgesamt punkten werden“, sagt Trainer Panagiotis Macris. Doch es kam anders. Ehler gewann mit 8:0-Punkten, was für das Gesamtplateau drei Zähler und letztlich doch noch den 15:14-Sieg für den Favoriten bedeutete. Wäre der Kampf 7:0 ausgegangen, hätte Ehler nur zwei Zähler eingesackt, wäre ein Remis auf der Anzeigetafel aufgeleuchtet. Vieles lief in diesem Kampf nach Plan, also so, wie es sich Macris vor den einzelnen Duellen erhofft hatte. Aber eben nicht alles. Neben dem Abschlusskampf habe man sich in der Gewichtsklasse bis 98 Kilo Freistil zwischen Nenad Jankulov und Dimitri Liebrecht etwas verzockt, so Macris. „Nenad sollte weniger riskant ringen, um nicht ausgekontert zu werden. Ich dachte, seine zwei Punkte würden letztlich reichen, deshalb habe ich ihn gebremst.“ Ebenso gewann Julian Paul Kämmle gegen Armin Hainzl (71 Kg, Gr.-röm.) mit sieben Zählern Unterschied, was zwei Punkte bedeuteten – bei acht Differenz wären es drei gewesen. „Klar waren wir enttäuscht, auf der Zielgeraden noch abgefangen worden zu sein“, gibt Macris zu. Doch nach etwas Abstand, überwog die Zuversicht, dass „wir mit diesem jungen Team immer besser in Fahrt kommen und in diese Liga gehören“. Vor allem, weil man einem Spitzenteam mit eingekauften Ringern Paroli geboten habe. Die Gäste aus Trossingen schickten nämlich die Bundesliga und international erprobten Yan Ceaban (75 Kg, Freistil) und Veaceslav Mamulat (61 Kg, Gr.-röm.) ins Duell. Beiden gelangen Überlegenheitssiege gegen Elyas Taghinia beziehungsweise Tobias Kamischke.

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