Viktoriia Vitrenko (rechts) dirigiert den ungewöhnlichen Männerchor in „Himmel über Adelsheim“. Foto: SKO/Oliver Röckle

Das Stuttgarter Kammerorchester bringt gemeinsam mit jugendlichen Häftlingen Klassik und Rap zusammen. Im Wilhelma-Theater feiert das Publikum mit „Himmel über Adelsheim“ eine ungewöhnliche kulturelle Resozialisierungsaktion.

Das ist der Moment, in dem alles zusammenkommt. Acht junge Männer in roten Trainingshosen und weißen Shirts stehen auf der Bühne des Stuttgarter Wilhelma-Theaters und singen. Gemeinsam. Sie singen Schubert. Ein Lied aus dem Liederzyklus „Winterreise“: „Fremd bin ich eingezogen, fremd kehr’ ich wieder heim.“ Nicht alle Töne sind perfekt getroffen – aber welche starke Wirkung hat dieser Einklang rauer Kehlen! Die Interpreten sind nämlich nicht irgendwer, sondern verurteilte Straftäter aus der Jugendvollzugsanstalt Adelsheim. 2022 haben sie gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester schon einmal Klassik und Jugendkultur zusammengebracht, nun gibt’s die zweite Auflage des Projektes „Himmel über Adelsheim“ – mit Schubert, Smetana und mit Rap.

Weiterlesen mit

Unsere Abo-Empfehlungen

Von hier, für die Region,
über die Welt.

  • Zugriff auf alle Plus-Inhalte der CZ im Web
  • Unkomplizierte Kündigung
* anschließend 9,99 € mtl.