Die 31 Jahre alte Regina sucht einen passenden Stammzellenspender. Foto: privat

Bei der 31-Jährigen aus Wendlingen hat das Schicksal zwei Mal zugeschlagen. Vor einem Jahr erkrankte die OP-Schwester vom Robert-Bosch-Krankenhaus an Brustkrebs, jetzt an Leukämie.

Bad Cannstatt - Regina ist erst 31 Jahre alt und doch hat das Schicksal gleich zwei Mal zugeschlagen. Im Juni 2020 erhielt die junge Frau die Diagnose Brustkrebs. Nach mehreren Chemotherapien und Bestrahlungen gilt sie ein knappes halbes Jahr später als krebsfrei. Jetzt ist OP-Schwester Regina an Blutkrebs, Leukämie, erkrankt. Nur eine passende Stammzellspenderin oder ein passender Stammzellenspender kann ihr Leben retten. Regina kämpft, denn der Krebs soll nicht der Sieger sein. Wer helfen möchte, kann sich über www.dkms.de/regina ein Registrierungsset nach Hause bestellen und so vielleicht zum Lebensretterin oder Lebensretter werden.

OP-Schwester wird Patientin

Regina, eine junge Frau, Anfang 30, die mitten im Leben steht. Doch mit der Diagnose Brustkrebs im Juni 2020 ändert sich für die Wendlingerin alles. Auf einmal steht sie auf der anderen Seite und liegt als Patientin im Bett. Sie, die eigentlich für ihre Patientinnen und Patienten immer da ist und ihren Beruf als OP-Schwester am Robert-Bosch-Krankenhaus mit Leidenschaft ausübt. Doch Regina ist stark, sie kämpft und besiegt schließlich den Brustkrebs. Nach mehreren Chemotherapien und Bestrahlungen gilt sie Ende März 2021 als krebsfrei.

Nach einer Reha beginnt sie am 2. August diesen Jahres wieder in ihrem Beruf als OP-Schwester am Pragsattel zu arbeiten. Doch nur elf Tage später fühlt sie sich kraftlos und schlapp. Regina denkt in diesem Augenblick noch, dass es eventuelle Nebenwirkungen der zweiten Covid-Impfung sind. Doch ihr geht es von Tag zu Tag schlechter. Schließlich geht sie zu ihrem Hausarzt und nach einer Blutabnahme wird entschieden, dass Regina sich sofort in das Krankenhaus auf dem Pragsattel nach Bad Cannstatt begeben soll – ihr Krankenhaus, in dem sie eigentlich selbst arbeitet. Am 18.  August erfolgt schließlich die Diagnose AML – akute myeloische Leukämie. Regina, die immer für andere da ist und sogar als potenzielle Stammzellspenderin bereits seit Jahren bei der DKMS registriert ist, sucht nun selbst ihren lebensrettenden Zwilling.

Ausgebildete Rettungsschwimmerin

Regina beschreibt sich als Kämpferin und totalen Adrenalinjunkie. Vor ein paar Jahren war sie sogar für zweieinhalb Jahre auf Weltreise unterwegs. Dort lernte sie unterschiedliche Kulturen kennen und lieben. Auch dort hat sie sich in manch schwierigen Situationen nicht unterkriegen lassen. Die ausgebildete Rettungsschwimmerin will wieder gesund werden und einfach leben. Regina möchte mit den ihr wichtigsten Menschen weiterhin Zeit verbringen – ihrer Familie und ihren Freunden. Genau diese Menschen unterstützen sie erneut und rufen zur Online-Registrierung auf. Bruder Ruslan: „Bitte lasst euch für meine Schwester und alle anderen suchenden PatientInnen registrieren. Helfen kann so einfach sein. Regina ist eine Kämpferin, doch diesmal braucht sie eure Hilfe bei dem Kampf“.

Auch Geldspenden helfen

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Regina und anderen PatientInnen helfen und sich mit wenigen Klicks über www.dkms.de/regina die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung. Auch Geldspenden helfen Leben retten, da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.

DKMS-Spendenkonto, Kreissparkasse Tübingen IBAN: DE64 6415 0020 0000 2555 56, Verwendungszweck: REY 001 Regina

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