Laut dem Statistischen Landesamt zieht es die Bewohner aus den Zentren in das nähere Umland (Symbolfoto). Foto: dpa/Armin Weigel

Die Einwohner in Baden-Württemberg kehren großen Städten wie Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Freiburg den Rücken zu. Viele wollen lieber auf dem Land wohnen.

Stuttgart - Die Baden-Württemberger zieht es raus aus den Städten. Fast alle Stadtkreise haben in der ersten Hälfte dieses Jahres Einwohner verloren, wie eine Auswertung des Statistischen Landesamtes am Montag zeigt. Vor allem Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart, Mannheim und Freiburg waren betroffen. Sie verloren jeweils mehr als tausend Personen. Baden-Baden kann sich dagegen als einziger Stadtkreis über einen geringen Zuwachs freuen.

Die Statistiker erklären den Rückgang in den Großstädten unter anderem mit Wohnungsknappheit und hohen Wohnkosten. Die Bewohner ziehe es aus den Zentren in das nähere Umland. „Der Ländliche Raum wird für Zuziehende wieder zunehmend attraktiver“, heißt es in der Mitteilung.

Insgesamt wuchs die Einwohnerzahl des Landes im ersten Halbjahr um etwa 1600 Personen. Es handelt sich dabei jedoch um den geringsten Zuwachs seit mehr als zehn Jahren. Die Statistiker bringen diese Entwicklung auch mit den Beschränkungen der Freizügigkeit durch die Corona-Pandemie in Verbindung.

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