Die "New-Shepard"-Rakete von Blue Origin startet vom US-Bundesstaat Texas aus ihren Kurz-Ausflug ins Weltall (Archivbild). Foto: Tony Gutierrez/AP/dpa

Seit Juli 2021 schickt Amazon-Gründer Jeff Bezos Menschen zu Kurztrips ins All, jetzt fand der siebte bemannte Flug statt. Unter den sechs Passagieren war diesmal ein 90-jähriger Amerikaner.

Van Horn - Amazon-Gründer Jeff Bezos hat mit seiner Raumfahrtfirma Blue Origin weitere sechs Menschen für einen Kurztrip ins All geschickt. Es war bereits der siebte bemannte Start des weitgehend automatisierten Raketensystems "New Shepard", wie Blue Origin mitteilte.

Die Passagiere hoben am Sonntagvormittag (Ortszeit) vom Westen des US-Bundesstaats Texas aus ab. Während des Fluges trennte sich die Kapsel von der Rakete, erreichte zeitweise mit Schwerelosigkeit eine Höhe von rund 100 Kilometern über der Erde und landete dann mithilfe von Fallschirmen wieder.

Diesmal waren fünf Männer und eine Frau an Bord, darunter der französische Unternehmer und Brauereibesitzer Sylvain Chiron (52) und der 90-jährige Amerikaner Ed Dwight. Der frühere Air Force-Pilot Dwight war in den 1960er-Jahren der erste Afroamerikaner, der damals eine Astronautenausbildung durchlief, am Ende aber nicht für Weltraumflüge der Nasa ausgewählt wurde. Zuletzt hatte das Unternehmen Blue Origin im August 2022 sechs Weltraumtouristen ins All befördert.

Beim ersten Flug im Juli 2021 war unter anderem Amazon-Gründer Bezos selbst an Bord. Am Zweiten im Oktober 2021 nahm der damals 90-jährige kanadische Schauspieler William Shatner teil, der mit seiner Rolle als "Captain Kirk" in "Star Trek" weltberühmt geworden war. Beim dritten Flug im Dezember 2021 war unter anderem die Tochter des ersten US-Amerikaners im All, Laura Shepard Churchley, dabei.