In den Einkaufszentren und Malls wie auf dem Großen Basar in Istanbul können nur die Reichen einkaufen. Foto: imago images/A/bdurrahman Antakyali

Gestiegene Energiepreise und der Ukraine-Krieg heizen die Inflation weltweit an. In der Türkei kommen hausgemachte Probleme hinzu.

Schwester, kannst du das Mikrofon ausmachen?“, bittet ein Teppichverkäufer in der Altstadt von Istanbul, bevor er sich zur Wirtschaftslage äußern mag. Wer solle ihm kleinen Mann denn helfen, wenn er eingesperrt werde, fügt er entschuldigend hinzu, wo doch selbst die prominenten Intellektuellen nicht mehr freigelassen würden. Grundsätzlich sei es ja nicht verboten, eine Meinung zu äußern, räumt er ein, nachdem er sich noch einmal umgesehen hat, ob auch wirklich niemand in Hörweite ist. „Wenn ich jetzt zum Beispiel sagen würde, dass Deutschland an unserer Wirtschaftsmisere schuld ist, dann wäre das in Ordnung – das könnte ich ins Mikrofon sagen.“ Die erdrückende Inflation zu beklagen und die Wirtschaftspolitik der türkischen Regierung zu kritisieren, das sei dagegen zu riskant – auch wenn er da viel zu beklagen habe.

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