Überlebende: Ernst Michel (Jonathan Berlin) und Seweryna Szmaglewska (Katharina Stark) im Nürnberger Justizpalast Foto: NDR/Márton Kállai

„Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“ schildert die Prozesse gegen die NS-Verbrecher aus Sicht des Auschwitz-Überlebenden und Journalisten Ernst Michel.

„Hattest Du schon mal einen Albtraum?“, fragt der junge Mann in die Kamera. „Stell’ dir vor, du wachst auf, und der Albtraum geht weiter, immer weiter!“ Ernst Michels Nachtmahr sieht so aus: Das fahle Licht und die Blickwinkel sorgen im Zusammenspiel für erhebliches Unbehagen, als er schnellen Schrittes durch ein Gebäude und eine Treppe hinunter in den Keller geht. In dem heruntergekommenen Trakt, der wir ein Vorhof zur Hölle wirkt, passiert er eine Reihe von Zellen, daneben stehen die Namen der Häftlinge. Hess, Jodl, Kaltenbrunner und schließlich Göring, der Teufel höchstpersönlich: „Du bist also derjenige, den wir vergessen haben. Ein bedauerlicher Irrtum – den wir jetzt korrigieren.“

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