Auf dem Gehweg vor dem „Deutschen Kaiser“ wurde Adrian S. von Beamten der Crailsheimer Polizei verhaftet – auf Knien und mit hoch erhobenen Händen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Im Prozess wegen des Familiendramas in Rot am See werden Bilder vom Tatort gezeigt. Es sind verstörende Dokumente, die die Tat von Adrian S. zeigen.

Ellwangen/Rot am See - Fast 20 Minuten hat es gedauert, das Gespräch zwischen Adrian S. und dem Polizisten im Führungs- und Lagezentrum Aalen am 24. Januar. „Es war das heftigste Telefonat meines Lebens“, sagt der 36-jährige Beamte. 20 lange Minuten hält der Polizist den 27-Jährigen in der Leitung. Bis endlich seine Kollegen in Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) eintreffen und den Mann festnehmen, der um 12.49 Uhr selbst den Notruf gewählt hatte, um zu sagen: „Ich habe blutrünstige Monster ermordet.“ Kurz zuvor hat Adrian S. im familieneigenen Gasthof „Deutscher Kaiser“ seinen Vater, seine Mutter, seinen Bruder und seine Schwester sowie seine Tante und ihren Mann erschossen und zwei weitere Verwandte lebensgefährlich verletzt. Nun muss er sich vor dem Landgericht Ellwangen wegen sechsfachen Mordes verantworten. Die Taten hat der Angeklagte bereits gestanden. Er will verstanden werden. Dass die Mutter ihn vergiftet habe, betont er wiederholt, sei Fakt. Sein Verteidiger lässt dazu Ärzte als Zeugen laden, die bei einem Krankenhausaufenthalt vor acht Jahren angeblich die Manipulation mit synthetischen weiblichen Estrogenen in seinem Blut feststellten.

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