Die Proteste gegen das Krisenmanagement der Regierung nehmen zu. Foto: dpa/Ilia Yefimovich

Israels Linke organisiert erstaunlich viel Protest. Doch der wird Premier Netanjahu nicht stürzen, meint Mareike Enghusen.

Tel Aviv - Für eine vielfach Totgesagte wirkt die israelische Linke äußerst lebendig. Wöchentlich Tausende auf die Straße zu bringen, während ein ansteckendes Virus grassiert, ist keine kleine Leistung – zumal diese Protestbewegung keinen starken Sprecher, keine klare Anführerin hat, nicht einmal ein scharf umrissenes Anliegen: Auf Straßen, Plätzen und Kreuzungen treffen sich langjährige Linke, Friedensbewegte und LGBT-Aktivisten, aber auch Bürger ohne politische Heimat, die sich um ihr Geschäft, ihren Job, ihre Zukunft sorgen. Infolge der Coronakrise ist jeder Fünfte arbeitslos – und das in einem Land mit nur lose geknüpftem staatlichen Sicherheitsnetz. „Wenn es kein Brot gibt, esst Schläge“, stand am Samstag auf einem der Plakate geschrieben, in kreativer Anlehnung an die französische Revolution.

Das Beste aus Cannstatt.

Ganz nah dran, mit CZ Plus

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen CZ Plus Artikel interessieren. Jetzt mit CZ Plus weiterlesen und die unbegrenzte redaktionelle Vielfalt der digitalen Cannstatter Zeitung erleben.

  • Inklusive aller CZ Plus Artikel
  • Auf allen Endgeräten verfügbar
  • Jederzeit kündbar
Jetzt 2 Wochen kostenlos testen
Im Anschluss 6,90€ / Monat

Als führende Tageszeitung in der Region, berichtet die Cannstatter Zeitung umfassend und kompetent über das Geschehen in der Welt und die bewegenden Geschichten vor Ihrer Haustür. Mit unserem CZ Plus Abo haben Sie von überall, rund um die Uhr Zugriff auf alle exklusiven redaktionellen Inhalte auf www.cannstatter-zeitung.de.

  • Inklusive aller EZ+ Artikel
  • Auf allen Endgeräten verfügbar
  • Jederzeit kündbar