Der Hechtkopf soll erst im kommenden Jahr mit Aussichtsplattform umgestaltet werden. Quelle: Unbekannt

Im kommenden Jahr soll der Hechtkopf umgebaut werden. Die Planung ist nun genehmigt. Indes ist ein Werkstattschiff am Sicherheitshaften gelandet und liegt hier.

Bad CannstattAm Sicherheitshafen tut sich was. Vor kurzem ist eine so genannte schwimmende Werkstatt hier gelandet. Es ist eine erste Belebung am Sicherheitshafen. Weitere Maßnahmen sollen folgen. Spätestens im nächsten Jahr soll das Neckarufer am Sicherheitshafen noch mehr belebt werden, dann soll der Hechtkopf umgestaltet werden. Die Arbeiten dort hätten eigentlich in diesem Jahr stattfinden sollen, haben sich dann aber verschoben.

Für das Werkstattschiff wurde ein Nutzungsvertrag mit dem Wasser-Schiffahrtsstraßen-Amt abgeschlossen. „Es ist ein Mehrzweckschiff“, wie Walter Braun, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) auf Nachfrage erklärt. Es sei kein Hausboot, stellt er klar, sondern ein kulturschaffendes Objekt. Für Braun fügt sich dies alles in die Belebung des Neckars ein.

Die Planungen und Wünsche für die Umgestaltung am Hechtkopf beim Sicherheitshafen existieren schon länger. Der Hechtkopf, eine vorstehende Landzunge, ist Teil des Programms „Stadt am Fluss“. So soll den Plänen nach der Hechtkopf am Sicherheitshafen zur Aussichtsterrasse umgebaut werden. Das Projekt wird auch bei der Stadtverwaltung stetig weiterentwickelt.

Längere Bauzeit erwartet

„Inzwischen ist die Genehmigung für das Vorhaben da“, wie Wolfgang Maier vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung nun auf Nachfrage erklärt. In der Finanzplanung sei das Projekt ebenfalls mit enthalten. Maier rechnet mit einer Fertigstellung der Umgestaltung des Hechtkopfs im Jahr 2021 oder 2022.

Es werde eine längere Bauzeit geben, weil zuerst der untere Bereich unter dem Wasser erneuert wird. Da müssten noch Betonplatten herausgenommen werden, so Maier. Mit diesen schweren Baumaßnahmen würde man anfangen, bevor man an die Freiflächen geht und diese neu gestaltet. Er vermutet, dass sich dadurch die Bauarbeiten um ein viertel bis ein halbes Jahr hin verlängern werden.

Viel Arbeit sei es nicht mehr bezüglich der Vorbereitungen für das Projekt. Dann sei aber noch ganz wichtig, dass der Planer Zeit habe. Auch müsse das Angebot noch überarbeitet werden, so Maier.

Geplant werde der Hechtkopf von der Stadtverwaltung ohne Gastronomie auf der Aussichtsplattform. Es werde zwar im oberen Bereich eine Multifunktionsfläche geben, auf die man etwas stellen könnte, beispielsweise einen Verkaufsstand. Aber für etwas Größeres und Dauerhaftes werde nicht geplant, denn da sei ein Bebauungsplan notwendig, hieß es vonseiten der Stadtplanung.

Die Baumaßnahme ist in zwei Teile gegliedert. Die Freifläche oben soll ersten Angaben zufolge rund 0,5 Millionen Euro kosten. In einem zweiten Teil soll das Ufer umgebaut und saniert werden. Diese Maßnahme koste 1,2 Millionen Euro. An der Ufersanierung werde sich laut Maier auch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) mit ein bisschen mehr als der Hälfte der Kosten beteiligen.

Die Sitzstufen sollen dann besondere Blicke auf den Neckar und die umliegenden Weinberge bieten. Der Hechtkopf ist laut Stadtplaner ein „grüner“ Trittstein am Fluss zwischen Bad Cannstatt und Hofen. Er wird bei der kommenden Umgestaltung an den bestehenden Fuß- und Radweg angeschlossen sowie durch gestaltete Uferbereiche ergänzt.

Die Wiese mit Baumbestand bleibt erhalten. Ziel ist laut Stadtverwaltung, hier einen Ort am Neckar zu schaffen, im räumlichen Spannungsfeld zwischen Kultur- und Industrielandschaft. Dieser unterteilt sich in zwei unterschiedliche Ebenen: Die Wiesenfläche und eine multifunktional nutzbare Terrasse bilden die obere Ebene über dem Fluss. Hier bieten offene Aufenthaltsbereiche mit Schatten spendenden Bäumen einen Erholungsraum mit weitreichenden Blickbeziehungen in die umgebende Landschaft.

Zu einem späteren Zeitpunkt hin besteht dann die Möglichkeit, hier auf der Fläche Gastronomie zu etablieren, so die Planung der Verwaltung. Über Treppen und eine Rampenanlage gelangt man auf die untere Ebene direkt ans Ufer des Neckars. Die ökologisch wie visuell aufgewertete Flachwasserzone mündet in der „Inselspitze“, die den Höhepunkt des umgestalteten Hechtkopfs bildet. Ein Podest mit attraktiven Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten soll dort geschaffen werden. In der letzten Zeit hatte es immer wieder am Ufer an der Hofener Straße Personen gegeben, die sich dort unerlaubterweise aufhielten. Mit der Gestaltung des Hechtkopfs sollen nun ab kommendem Jahr für die Bürger neue Aufenthaltsmöglichkeiten am Neckar geschaffen werden.

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