Etwas Farbe in der Tristesse: Skater am Brüssler Kanal im Stadtteil Molenbeek. Foto:  

Der berüchtigte Brüsseler Stadtteil Molenbeek wird immer wieder als „Terrorzelle“ gebrandmarkt. Dabei spiegelt er nur die Probleme einer jungen Bevölkerung ohne Zukunft. Und die wird neuerdings auch von unerwarteter Seite aus ihrem Milieu verdrängt.

Brüssel - Fahrscheinkontrollen sind in Brüssel eine eher ruppige Sache. An den Haltestellen sichern Polizisten in schusssicheren Westen die Ausgänge der Trambahnen, während sich die Kontrolleure auf die Suche nach Schwarzfahrern machen. Wer keinen Fahrschein hat, wird ohne weitere Diskussion der Polizei übergeben. An diesem Tag erwischt es am Knotenpunkt Rogier im Zentrum von Brüssel vier Jugendliche. Bei dieser Übermacht ist Widerstand zwecklos, und so stehen die Jungs verlegen grinsend zwischen den Beamten und geben ihre Personalien an. Akribisch notiert ein Polizist die Angaben in den Ausweisen, beim letzten der arabisch aussehenden jungen Männer sagt er eher beiläufig: „Ihr seid alle aus Molenbeek!“ Fiele der Name eines anderen Stadtteils, wäre dies eine kleine Randbemerkung, doch im Fall von Molenbeek ist es ein vernichtendes Urteil.

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