Jubel beim VfB über das späte 2:0 von Deniz Undav. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Der VfB hat den zweiten Dreier in der Europa League eingefahren. Gegen Feyenoord Rotterdam sah es lange nach einem Remis aus. Die späten Tore sind auch Thema in den Niederlanden.

Der VfB Stuttgart hat auch sein zweites Heimspiel in der Europa League gewonnen. Bilal El Khannouss und Deniz Undav trafen für das Team von Trainer Sebastian Hoeneß spät in der Partie gegen Feyenoord Rotterdam, bei der es vor allem auf den Tribünen krachte.

Was schreiben die Tages- und Sportzeitungen aus dem Nachbarland über die Partie? Wie lauten die Schlagzeilen in deutschen Medien? Wir haben Pressestimmen zum 2:0-Sieg des VfB Stuttgart gesammelt.

VfB-Sieg gegen Feyenoord: Pressestimmen aus den Niederlanden

De Telegraaf: „Für Feyenoord kam die bittere Pille zum Schluss“, titelt die auflagenstärkste Tageszeitung in den Niederlanden. „Die Rotterdamer hatten in der Europa League gegen den VfB Stuttgart lange gut gespielt, kassierten aber in der Schlussphase zwei Gegentreffer.“ Damit sei „ein zufriedenstellendes Spiel gegen einen der besseren Bundesliga-Clubs nicht vollends belohnt“ worden.

De Volkskrant: „Feyenoord hatte die Partie gegen den VfB Stuttgart eine Halbzeit lang souverän im Griff“, schreibt die Tageszeitung aus Amsterdam. „Nach 90 Minuten verließen die Spieler jedoch enttäuscht den Platz.“

Algemeen Dagblad: „Feyenoords Ausscheiden aus dem Europapokal rückt nach unnötiger Niederlage in Stuttgart näher“, attestiert das AD und hebt einen Feyenoord-Spieler hervor. „Insbesondere Luciano Valente, der sich zuletzt einen Stammplatz in der niederländischen Nationalmannschaft erarbeitet hat, führte die Rotterdamer erneut an. Die Qualifikation für die K.o.-Runde ist für den Verein noch in weiter Ferne.“

Voetbal international: „Angeschlagenes Feyenoord scheitert nach schmerzhaftem Ende in Stuttgart“, lautet die Schlagzeile beim niederländischen Fußball-Magazin. „Feyenoord musste am Donnerstag die dritte Niederlage in der Europa League hinnehmen. Die Gäste waren lange Zeit spielbestimmend, konnten den Deutschen aber nicht wirklich zusetzen.“

voetbalprimeur.nl: Das reichweitenstarke Fußball-Portal sieht den Club aus Rotterdam schon vor dem Aus. „Feyenoord scheidet nach Verletzungswelle in Deutschland aus“, heißt es. „Feyenoord konnte am Donnerstagabend den VfB Stuttgart nicht bezwingen und kehrt mit leeren Händen nach Rotterdam zurück. Das Viertelfinalspiel der Europa League schien auf ein torloses Unentschieden hinauszulaufen, doch in den Schlussminuten wendete sich das Blatt: 0:2.“

VfB-Sieg gegen Feyenoord: Deutsche Pressestimmen zum Spiel

Auch in den einschlägigen deutschen Medien lautet der Tenor: Das Spiel war lange Zeit offen, der VfB tat sich schwer. Ein Blick auf die Schlagzeilen:

Kicker: Das Fußball-Fachmagazin überschreibt seinen Spielbericht mit:„Heimbilanz bleibt makellos: El Khannouss’ Kopfball erlöst VfB spät“. Beim 2:0 gegen Feyenoord habe vieles auf ein Remis hingedeutet, „ehe El Khannouss sechs Minuten vor dem Ende zur Führung traf“.

Bild: „Kopf-Knaller beendet Stuttgarts Tor-Krise“, lautet die Schlagzeile der „Bild“. „Der VfB Stuttgart feiert einen Zittersieg in der Europa League! Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß quält sich gegen Feyenoord zu einem 2:0-Sieg. Leihspieler Bilal El Khannouss schießt die lange Zeit harmlosen Schwaben in der 84. Minute zum Sieg. Deniz Undav macht in der Nachspielzeit alles klar.“

Bilal El Khannouss hatte den VfB per Kopf in Führung gebracht. Foto: Julia Rahn/Pressefoto Baumann

SWR: „Spätes Beben in Stuttgart: VfB schlägt Feyenoord Rotterdam“, schreibt der SWR. „Vieles in Stuttgart deutete auf ein Unentschieden hin, doch dann kam die 84. Minute: Lorenz Assignon flankte den Ball von der rechten Seite perfekt auf den Kopf von El Khannouss, der den Ball wuchtig per Kopf unter die Latte und von dort ins Tor setzte. Das 1:0 vor der Cannstatter Kurve ließ das Stadion beben, der Jubel muss noch drei Stadtteile weiter zu hören gewesen sein.“

Stimme: Die Zeitung aus Heilbronn sah ein „schwaches Spiel“ und einen „späten Sieg“. Der „VfB Stuttgart klettert in der Europa-League-Tabelle. Gegen Feyenoord Rotterdam steht es lange 0:0. Aber in der Schlussphase triumphiert der VfB Stuttgart dank zwei späten Toren. Ein ganz wichtiger Erfolg für den VfB in der Europa League.