Sie gehört da nicht hin: digitale Vergrößerung einer Krebszelle im Menschen. Foto: dpa/Lutz Langbein

Die Historikerin Bettina Hitzer hat für den Stuttgarter Verlag Klett-Cott eine „Emotionsgeschichte“ über den Krebs geschrieben und damit den Leipziger Sachbuch-Preis gewonnen.

Stuttgart - Wie so vieles in diesen Tagen, könnte das Buch „Krebs fühlen“ der Berliner Historikerin Bettina Hitzer ein Opfer der Pandemie werden. Zum einen konnte die Autorin Ende März den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch schon nicht mehr persönlich entgegennehmen, da die Buchmesse wegen des Coronavirus abgesagt worden war. Zum anderen wurde ihr ­Thema auf einen Schlag aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Noch ­Anfang Februar zum Beispiel hatte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einer breiten Öffentlichkeit ihren Plan vorgestellt, wie die Europäische Union den „Kampf gegen den Krebs mit ver­einten Kräften vorantreiben“ wolle. Dann kam Covid-19. In ihrem Vorwort erwähnt Bettina Hitzer kurz, dass seit Beginn der 1990er Jahre an die Seite der Krebserkrankung „die sogenannten Emerging Diseases (also die „neuen Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel Ebola oder eben Covid-19; Anmerkung der Red.) als ganz anders geartetes Bedrohungsszenario“ getreten seien. Inzwischen ist aus dem Bedrohungsszenario eine reale Bedrohung geworden.

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