Der Junge wurde von der Polizei in ein Kinderheim gebracht. Am Morgen konnte die Mutter ihren Sohn wieder in die Arme nehmen. Foto: dpa/Friso Gentsch

Um 2.15 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Polizei an der Stadtbahnhaltestelle „Eszet“ einen Dreijährigen aufgegriffen. Das Kleinkind hatte sich nach eigenen Angaben auf den Weg in den Kindergarten gemacht.

Untertürkheim - Auf eine ungewöhnliche nächtliche Tour hat sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein dreijähriger Junge in Untertürkheim aufgemacht. Ein 35-jähriger Passant verständigte am Sonntagmorgen gegen 2.15 Uhr die Polizei, als er an der Stadtbahnhaltestelle „Eszet“ den kleinen Ausreißer entdeckt hatte, der ohne Begleitperson unterwegs war. Der Junge wurde daraufhin von den Beamtinnen und Beamten des Polizeirevier 5 Ostendstraße in Obhut genommen. Gegenüber den Polizisten gab der junge Mann an, dass er sich auf dem Weg in den Kindergarten befände. Er war mit einem Skioverall bekleidet und führte einen Rucksack mit einer gefüllten Vesperdose mit sich. Da der Junge seinen Namen nicht nennen konnte und auch sämtliche Ermittlungen zu seiner Identität ins Leere liefen, wurde er in ein städtisches Kinder- und Jugendheim gebracht. Gegen 7.40 Uhr meldete sich dann eine 34-jährige Frau aus Untertürkheim bei der Polizei, die einen dreijährigen Jungen vermisste, der bei ihr zu Besuch war. Die Frau hatte den Jungen zusammen mit ihrem eigenen Kind am Vorabend zu Bett gebracht. Als sie am Morgen die beiden Kinder wecken wollte, bemerkte sie, dass der Dreijährige fehlte. Schließlich konnte die 34-Jährige zusammen mit der Mutter den kleinen Jungen wohlbehalten im Kinder- und Jugendheim abholen.