Plasmapherese heißt der Prozess, bei dem das Blut eines Spenders in Plasma und die restlichen Blutbestandteile aufgeteilt wird. Foto: Klinikum Stuttgart/Max Kovalenko

Wer Antikörper gegen das Coronavirus hat, kann am Klinikum Stuttgart Blutplasma zur Behandlung der Klinikpatienten spenden. Wie viel das hilft, ist aber noch unklar.

Stuttgart - Am 4. April spürte Mike Kulossa (54) zum ersten Mal ein leichtes Halskratzen. Bald erfuhr er von seinem Arbeitgeber: Ein Kollege war positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, Kulossa hatte sich womöglich angesteckt. Zwei Tage später erhielt er denselben Befund. Für den Vertriebsmitarbeiter im Außendienst folgten vier Wochen mit Fieber – er litt unter Geschmacksverlust, hatte Kopfschmerzen, Schmerzen auf dem Brustbein, Atemschwierigkeiten. „Ich hatte abends Angst, schlafen zu gehen, weil ich gelesen hatte, dass manchen Patienten im Schlaf die Lunge versagt“, erzählt er heute. Stationär behandelt wurde er damals nicht, der Arzt im Krankenhaus wies ihn am Telefon ab. Zu dem Zeitpunkt war noch keine wirksame Therapie verfügbar: „Mir wurde damals gesagt, ich solle bloß keine Medikamente nehmen.“

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