Sônia Staib (Mitte) „fliegt“ nicht mehr für die HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See: Sie hört auf.Voll im Einsatz: Stand jetzt bleibt Boris Schneider Trainer der Frauen des TV Obertürkheim. Voll im Einsatz: Stand jetzt bleibt Boris Schneider Trainer der Frauen des TV Obertürkheim. Foto: /Holger Strehlow

Lokale Handballvereine hoffen dann auf eine normale Spielzeit 2021/22 und setzen meistens auf Kontinuität.

Bad Cannstatt - In voller Mannschaftsstärke zu trainieren oder sogar Spiele durchzuführen, war für unsere lokalen Handballvereine in den vergangenen zwölf Monaten nur kurzzeitig, eingeschränkt und unter Hygieneauflagen möglich. Auch derzeit lässt es die Inzidenzzahl in Stuttgart nicht zu, wenigstens im Freien zu trainieren. An das Bälle werfen unterm Hallendach ist noch gar nicht zu denken. Doch untätig sind auch die HandballerInnen nicht gewesen, versuchen dem konditionellen Leistungsabfall über Online-Chats und -Training entgegenzuwirken. Doch Langeweile ist irgendwann ein stetiger Begleiter bei den Bewegungsvarianten vor dem Computer. Deshalb hat der Begriff Challenges (Herausforderungen) spätestens seit Corona und den versperrten Sportstätten inflationär zugenommen, soll Schwung in die Geschichte bringen. So auch bei der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See. Spielleiter Joachim „Jox“ Hoffmann, auch Aushilfstrainer der Frauen II, hat mit den seinen eine Laufchallenge über insgesamt 1000 Kilometer Anfang des Jahres initiiert. „Schnell war das Ziel erreicht“, sagt das HSG-Urgestein. Auch die Frauen I „battleten“ sich unter anderem, wer am längsten in der Plank-Stellung – eine Übung, bei der man sich auf die angewinkelten Arme und Fußspitzen stützt, der Körper angespannt ist – hält. „Die beste schaffte es beachtliche 5,30 Minuten lang“, lobt Hoffmann. Bei all den variablen und auch spaßigen Challenges sehnen sich auch die HandballerInnen wieder nach dem Spiel an sich. „Wir hoffen, dass im Herbst wieder alles relativ normal läuft“, so Hoffmann. In diese Richtung laufen bei den Klubs auch die Planungen für eine erhoffte normale Punkterunde ohne „Virus-Störfeuer“ und hygienischen „Meister-Proper-Richtlinien“. Dementsprechend wird an den Kadern gebastelt. Bei den Landesliga-Frauen der HSG Ca-Mü-Max wird anstatt Klaus Bender dann Heimkehrer Tim Wagner (wir berichteten) an der Seitenauslinie stehen. Wagner war bereits von 2012 bis 2018 für die Frauen der Kleeblätter verantwortlich und stieg mit diesen in die Landesliga auf. Zuletzt pausierte er, hatte zuvor beim Württembergligisten TSV Köngen (Frauen) das sportliche Sagen. Er wird im Vergleich zu seinem letzten HSG-Engagement ein verändertes Personal vorfinden. So werden zum Beispiel die beiden Leistungsträgerinnen Sônia Staib und Katharina Roth nicht mehr Wagners Anweisungen befolgen – Staib hört auf, Roth wechselt den Verein.

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