Amthor räumt einen Fehler ein. Foto: dpa/Jens Büttner

Philipp Amthor muss erklären, wie seine Nebenbeschäftigung zu seinen Ansprüchen passt. Es geht um mehr als nur um seine Glaubwürdigkeit, meint Bernhard Walker.

Berlin - Ja, er habe einen Fehler gemacht, sagt Philipp Amthor. Aber käuflich, fügt die Nachwuchshoffnung der Konservativen in der CDU an, sei er keinesfalls. Offenbar meint Amthor, dass er mit dieser knappen Auskunft alle Fragen zu seinem Engagement für ein Start-up mit dem hochtrabenden Namen Augustus geklärt habe. Doch so einfach sollte ihn der Bundestag nicht davonkommen lassen. Wer mit welcher Absicht die teuren Hotelaufenthalte und Flüge bezahlt hat und welche Rolle in dem Ganzen der frühere Ostbeauftragte Christian Hirte sowie ausgerechnet Ex-Verfassungsschutzpräsident Maaßen spielten – das muss geklärt werden. Auch wenn das Bundeswirtschafts­ministerium nun bemerkenswert schnell festgestellt hat, dass Augustus, das sich auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz (KI) tummeln will, in KI-Vorhaben des Ressorts nicht einbezogen gewesen sei. Das mag so gewesen sei. Doch was genau meint Amthor, wenn er einräumt, dass seine Arbeit für Augustus nicht seinen „eigenen Ansprüchen an die Wahrnehmung meiner politischen Aufgaben“ entsprochen habe? Diese Aufklärung muss auch Amthor liefern. Schließlich geht es nicht um eine Privatsache. Es geht um den Ruf der Politik.

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