Phil Collins hat seine Anwälte gegen Trump in Gang gesetzt. Foto: dpa/Christoph Schmidt

Sein Hit dürfe keine Wahlkampfveranstaltungen von Donald Trump beschallen, hat Phil Collins von seinen Anwälten ausrichten lassen. Trumps Team schert sich darum aber nicht.

Los Angeles - Die britische Musiklegende Phil Collins (69) will US-Präsident Donald Trump untersagen, seinen Hit-Song „In The Air Tonight“ im Wahlkampf einzusetzen. Bereits im Juni und nun erneut am vergangenen Freitag (23. Oktober) hätten Collins’ Anwälte Trumps Wahlkampfteam eine entsprechende Unterlassungserklärung übermittelt, teilte das Management des ehemalige Genesis-Frontmanns am Montag (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur mit. Sie hätten von Trumps Vertretern bislang keine Antwort erhalten. 

Laut Mitteilung von Collins’ Sprecherteam habe Trump keinerlei Erlaubnis gehabt, den Song „In The Air Tonight“ kürzlich bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Iowa einzusetzen. Phil Collins sei einer von vielen Künstlern, die sich dagegen wehrten, dass Trump zu seinem politischen Vorteil ihre Musik benutze, hieß es in der Mitteilung.

Collins grollt nicht alleine

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Übertragung sei es zudem „höchst unsensibel“, dieses Lied zu verwenden. Trump hält seine Kundgebungen häufig vor Versammlungen ab, bei denen die meisten Menschen keine Masken zum Schutz vor einer Virusansteckung tragen.

Immer wieder beschweren sich Musiker, dass Trump ihre Songs für Wahlkampfauftritte nutzt. So hatten etwa die Rolling Stones, Elton John, Ozzy Osbourne, Adele und die Familie des 2017 gestorbenen Sängers Tom Petty den US-Präsidenten dafür kritisiert. Der kanadische Rockstar Neil Young reichte im August eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung ein.

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