Finanzstaatssekretärin Gisela Splett erhält die Patenschaftsurkunde von Direktor Thomas Kölpin. Foto: Wilhelma

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett ist dem Stuttgarter Zoo mehrfach verbunden – auch als Tierpatin. Jetzt hat sie eine weitere Patenschaft in der Wilhelma übernommen. Warum?

Es ist nicht die erste Patenschaft, die Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) in der Wilhelma übernommen hat. Sie war vorher schon Patin efür einen Gecko und ein Goldkopf-Löwenäffchen. Nun ist eine weitere Patenschaft für das Zootier des Jahres hinzugekommen – den Kronenkranich. Wie kommt es dazu?

Zu dem Vogel hat Splett ganz besondere Erfahrungen: „Gerade weil ich auf das Artenschutzprojekt in Burundi, dem Partnerland von Baden-Württemberg, aufmerksam machen möchte, habe ich den Kronenkranich ausgewählt“, sagt sie. Umso mehr freue sie sich, dass es sich nun auch um das Zootier des Jahres handele. Der Kronenkranich hat für sie eine besondere Bedeutung: „Weil ich diese schönen Vögel vor vielen Jahren, als ich im Rahmen meiner Diplomarbeit in Ruanda war, zu Gesicht bekommen habe“. Von Haus aus ist die Politikerin Geoökologin.

Patin hat Kronenkranich selbst in Afrika gesehen

Das Zootier des Jahres wurde am 21. Januar 2026 im Zoo Dresden vorgestellt. „In vielen afrikanischen Ländern, unter anderem in unserem Partnerland Burundi, ist der Kronenkranich mehr als nur ein Vogel“, sagt Splett. Er habe einen Platz in der Kultur und spiele eine wichtige Rolle im Ökosystem. „Ich freue mich, dass die Wilhelma ein Projekt zum Schutz des Kronenkranichs in Burundi unterstützt.“

Der Kronenkranich ist Zootier des Jahres Foto: Wilhelma Stuttgart

Der Kronenkranich ist in Afrika durch den Verlust von Lebensraum bedroht, auch durch verschiedene menschliche Eingriffe wie den verstärkten Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, durch Bejagung und illegalen internationalen Wildtierhandel. Die Wilhelma unterstützt daher seit 2024 über den Artenschutz-Euro ein Schutzprojekt für den Grauhals-Kronenkranich in Burundi.

Patenschaften unterstützen die Arbeit der Wilhelma

Splett wirbt auch für Patenschaften: „Eine Patenschaft ist eine sehr schöne Möglichkeit, die Arbeit der Wilhelma zu unterstützen. Ich freue mich deshalb, wenn auch andere Menschen daran Freude haben und sich für ein Tier oder eine Pflanze entscheiden.“

Gefallen ihr noch andere Vögel? Da fallen ihr viele Vögel ein. Als einheimische Art nennt sie den Steinkauz, für den sich in Baden-Württemberg viele Initiativen einsetzen und der exemplarisch für die Artenvielfalt der Streuobstwiesen steht. „Wenn ich an die Artenschutzprojekte der Wilhelma denke, fällt mir der Argala-Marabu ein, für dessen Schutz sich Frauen in Indien in beeindruckender Weise einsetzen.“

Splett ist 1967 in Sindelfingen geboren, in Böblingen und Holzgerlingen aufgewachsen und kennt die Wilhelma aus ihrer Kindheit. „Ich habe mich über jeden Ausflug dorthin gefreut und war fasziniert von den Tieren und den Pflanzen in den Gewächshäusern.“ Besonders begeistert haben sie damals die Kakteen und die fleischfressenden Pflanzen. „Und ich erinnere mich noch, dass ich Ausschau gehalten habe, ob ich irgendwo eine Vogelfeder finde.“

Als Geoökologin interessiert und begeistert sie sich für die Vielfalt des Lebens - vom kleinen Bärtierchen bis zu den großen Säugetieren. Sie lebt seit 1992 in Karlsruhe und hat selbst auch Tiere zu Hause, wie sie berichtet: „Auf meiner Streuobstwiese habe ich vier Bienenvölker stehen und im Hausgarten halte ich eine Gruppe Japanischer Legewachteln.“ Und natürlich versucht sie, den kleinen Garten und das Grundstück so zu pflegen, dass möglichst viele Tier- und Pflanzenarten Lebensraum finden.

Weitere Infos zu Patenschaften gibt es unter www.wilhelma.de