Das kleine Beet in der Ötztaler Straße verkommt zur Hundetoilette. Foto: eh

Die kleine Grünflächeninsel in der Ötztaler Straße verkommt zur Hundetoilette. Der Bezirksbeirat Untertürkheim fordert eine Neubepflanzung, die die Tiere abhalten soll.

Untertürkheim - „Des Bürgermeisters täglich Brot ist und bleibt der Hundekot“, hat der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel immer wieder humorvoll seinen Aufgabenbereich skizziert. In der Tat beschäftigt das Thema die Stadtverwaltung in vielfältiger Weise. Aktuelles Beispiel: Der Bezirksbeirat Untertürkheimer fordert das Garten-, Friedhofs- und Forstamt (GFF) auf, die kleine Grünflächeninsel in der Ötztaler Straße neu zu bepflanzen – und zwar so, dass sie nicht mehr als Hundetoilette missbraucht werden kann. Die Initiative ging von den Grünen aus. Lokalpolitiker Klaus-Ulrich Blumenstock beklagt, die kleine Fläche in unmittelbarer Nähe zur Kita im „Schlösse“ sei „mittlerweile zu einem ungepflegten Flecken verkommen“, der voll mit Hundehaufen sei. „Und falls tatsächlich vom vorhandenen Hundetüten-Spender Gebrauch gemacht wird, landet der Kot oftmals nicht im Abfalleimer unmittelbar daneben, sondern eingepackt auf dieser Fläche.“

Die Verwaltung wird dringend gebeten, „dieser mitunter übel riechenden Zumutung für Passanten und Hort-Kinder“ mit einer geeigneten Maßnahme „wenigstens einigermaßen Einhalt zu gebieten“. Blumenstock regte in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirates eine kniehohe Umzäunung an, die andere Lokalpolitiker jedoch kritisch bewerteten. Das Bürgergremium hat sich stattdessen für eine neue Bepflanzung ausgesprochen. Zum Beispiel mit sogenannten „Verpiss-dich-Pflanzen“: Für Menschen sind sie geruchlos, für Tiere wie Hunde und Katzen verströmen sie allerdings einen unangenehmen Geruch, weshalb diese das Grundstück meiden – theoretisch. Alternativ könnten auch Hecken aus dornigen Sträuchern oder dicht wachsende Bodendecker gepflanzt werden, um den Vierbeinern den Zugang zu verwehren, so die Lokalpolitiker.

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