Online werden Angebote wie Einkaufshilfe Foto: dpa/Oliver Berg

In Zeiten der Corona-Krise wächst auch die Solidarität. Zum Beispiel gibt es Online-Plattformen wie www.cz-verbindet.de , die Freiwillige und Hilfesuchende zusammenbringen.

Obere Neckarvororte - Wegen des Coronavirus wurde das öffentliche Leben komplett heruntergefahren, um Neuinfektionen möglichst zu verhindern. Das bedeutet auch, wer kann, soll zuhause bleiben und den Kontakt zu anderen vermeiden. Das gilt insbesondere für Personen, die den sogenannten Risikogruppen angehören. Laut Robert-Koch-Institut sind das Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen.

Die Krise hat jedoch auch ihr Gutes: Die Solidarität rückt vielerorts in den Vordergrund. So haben sich zahlreiche Nachbarschaftshilfen und Initiativen gegründet, die Bedürftige in diesen Zeiten unterstützen wollen. Unsere Zeitung hat zu diesem Zweck jetzt das Portal www.cz-verbindet.de aufgelegt, um Helfer und Hilfesuchende in den Neckarvororten zusammen zu bringen. Wer Unterstützung bei Einkauf, Kinderbetreuung, am PC oder beim Hundeausführen geben kann, trägt sich online ein. Wer Hilfe benötigt, kann die Angebote auf der Plattform durchgehen.

Nicht lange gefackelt hat auch die 23-jährige Paula Isbrecht und die Nachbarschaftshilfe Stuttgart gegründet. Wer Hilfe sucht, kann sich per E-Mail an nachbarschaftshilfe.stuttgart@gmail.com und telefonisch montags bis samstags von 10 Uhr bis 12 Uhr sowie von 14 Uhr bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0151/56629386 melden. Informationen gibt es auch unter www.nachbarschaftshilfestuttgart.de. Hier haben sich übrigens in den vergangenen Tagen so viele Helferinnen und Helfer gemeldet, dass erst einmal keine gesucht werden, steht auf der Website – vermittelt wird natürlich weiterhin. Langfristig plant Isbrecht außerdem, die Nachbarschaftshilfe in einen Verein umzuwandeln, um auch künftig zu einer solidarischen Gesellschaft beitragen zu können.

Freiwillige und Bedürftige in Kontakt zu bringen, hat sich auch der Caritasverband zur Aufgabe gemacht. So werden Ehrenamtliche gesucht, die bei den täglichen Aufgaben des Alltags unterstützen wollen. Wer helfen möchte und nicht zu einer Risikogruppe gehört, kann sich per E-Mail an caleidoskop@caritas-stuttgart.de oder unter Telefon 21321670 melden. Informationen unter www.caleidoskop-stuttgart.de

Dem Vorsatz Hilfe zu leisten und etwas Gutes zu tun, haben sich bekanntlich die Pfadfinder verschrieben. Aus diesem Grund bieten die Jungen und Mädchen des Stammes St. Franziskus der DPSG Obertürkheim in Zeiten geschlossener Schulen Unterstützung im Alltag an. Wer zu einer Risikogruppe gehört und Hilfe bei den Einkäufen benötigt, kann sich bei Pfadfinderleiter Martin Gremmelspacher unter Telefon 0179/1179 007 melden.

Einkaufshilfe in Stuttgart gibt es auch von den Mitgliedern der VfB-Fan-Initiative Schwabensturm, unter Telefon 015734452998, zu erreichen Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr sowie per E-Mail an gemeinsamhelfen@schwabensturm02.net.

Auch die Stadt Stuttgart bündelt die Hilfsangebote der Bürger: Die Angebote werden gesammelt und dann auf einer Plattform veröffentlicht. Wer helfen möchte, kann sich per E-Mail an poststelle.corona-engagiert@stuttgart.de melden – oder anrufen unter Telefon 216 88588. Die Verwaltung will noch in dieser Woche die Internet-Plattform mit dem Titel „Corona: Engagiert in Stuttgart“ freischalten. Dort werden neben den Hilfsangeboten auch grundlegende Informationen vermittelt. „Stuttgart hält gerade in schwierigen Zeiten zusammen. Das zeigt die große Anzahl an Engagierten, die sich jetzt für ihre Mitmenschen einsetzen möchten und sich Hilfsangebote überlegen“, sagte Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration. Poststelle und Telefon sind montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr besetzt, freitags von 9 bis 15 Uhr.

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