Fellbach (red) - „Miteinander reden, den Bedarf koordinieren, Doppelungen vermeiden und immer im Austausch bleiben“, so formuliert Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull die Aufgaben des neu gegründeten „Runden Tisches Flüchtlinge in Fellbach“.

Knapp 50 Teilnehmer aus dem Freundeskreis für Flüchtlinge, den Vereinen, karitativen Organisationen, der Kirchen sowie der Stadtverwaltung waren Zulls Einladung zur Auftaktveranstaltung in den Großen Saal des Rathauses gefolgt. „Das Engagement und der persönliche Einsatz der Helfer ist hervorragend“, lobte die Oberbürgermeisterin in ihrer Begrüßung. „Es geht um eine bessere Unterstützung und Koordination.“ Ziel des Runden Tisches sei es, Wissen auszutauschen, neue Bedarfe rechtzeitig zu erkennen und somit auch künftig eine zielgerichtete Hilfe anzubieten. „Dazu benötigen wir eine Austauschplattform und eine bessere Verzahnung aller Beteiligten.“

Gabriele Zull regte im vergangenen Jahr die Gründung eines Runden Tisches an. Die Idee sowie die künftige Organisation der Fellbacher Flüchtlingshilfe wurden beim Kommunalen Flüchtlingsdialog im Februar mit rund 70 Beteiligten ausgearbeitet und jetzt mit der Gründung des Runden Tisches in die Tat umgesetzt.

In der ersten Sitzung diskutierten die Teilnehmer die künftige Struktur des Runden Tisches, die Einbeziehung weiterer Akteure sowie ihre künftigen Aufgaben. Das Gremium, in dem rund 20 Organisationen und Vereine einen Sitz haben werden und das durch die Oberbürgermeisterin geleitet wird, soll als Ideengeber und Netzwerk dienen. Vorbereitet werden die zwei bis drei jährlichen Sitzungen durch eine Steuerungsgruppe, in der das Wissen der Engagierten gebündelt wird und die der Erste Bürgermeister Günter Geyer leitet.

Knapp 800 Flüchtlinge aus 33 verschiedenen Staaten leben derzeit in Fellbach. „Der Unterstützungsbedarf ist unterschiedlich und es müssen große Anstrengungen gemeinsam geschultert werden, damit Integration gelingt“, beschreibt Christine Hug die Herausforderungen in der Flüchtlingsarbeit.

Das Engagement der Helfer ist vielfältig: Sprachkurse, Patenschaften, Begleitungen, Feste, Vereinsmitgliedschaften und viele weitere Maßnahmen bieten oft unkomplizierte Hilfe. „Doch natürlich hakt es zwischendurch und es könnte noch besser werden“, räumen sie ein. „Je mehr wir voneinander wissen und uns austauschen, desto besser können wir helfen und uns gegenseitig unterstützen“, ist auch Oberbürgermeisterin Zull überzeugt. Die neue Organisationsstruktur bietet dafür jetzt den Rahmen.

Als ein erstes Ergebnis beschlossen die Teilnehmer des Runden Tisches die bisherigen fünf Arbeitsgruppen, in denen ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer Flüchtlinge in Fellbach unterstützen, um zwei weitere zu ergänzen. Neben den Arbeitsgruppen Wohnen, Sprache, Arbeit, Kultur und Vereine sowie die Gewinnung weiterer ehrenamtlicher Unterstützter wurden neue Gruppen zu den Themen Kinder und Jugendliche sowie Öffentlichkeitsarbeit ins Leben gerufen.

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