Die Stuttgarter SPD ist gespalten: Soll die Partei bei der OB-Wahl den einst ungeliebten Parteifreund Marian Schreier nun unterstützen oder nicht? Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Gegen die vom Kreisvorstand geplante Wahlempfehlung zugunsten des OB-Einzelbewerbers mit SPD-Parteibuch Marian Schreier regt sich intern Protest. Ortsvereine opponieren, und ein früherer Landtagsabgeordneter nennt Schreier einen „Egomanen“, der sich nicht um die SPD schere.

Stuttgart - An der Stuttgarter SPD-Parteibasis formiert sich Widerstand gegen eine beabsichtigte Wahlempfehlung des Parteivorstands für den unabhängigen OB-Kandidaten mit SPD-Parteibuch Marian Schreier. Nachdem die SPD Obere Neckarvororte sich klar für die Unterstützung Schreiers positioniert hat, gibt es nun heftigen Gegenwind. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stuttgart-Ost, Peter Schwab, hält es etwa für eine „schlechte Idee“, wenn die Kreispartei eine Empfehlung für Schreier aussprechen würde. „Es fällt vielen Mitgliedern in unserem Ortsverein sehr schwer, jemanden zu unterstützen, der bei der Wahl gegen die SPD angetreten ist“, fasst Schwab die Stimmung nach einer virtuellen Mitgliederversammlung zusammen. Ein solches Verhalten dürfe nicht im Nachhinein sanktioniert werden: „Das ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit.“ Im Übrigen fühle sich Schreier augenscheinlich mehr dem grünen Wählerklientel als der SPD verpflichtet, fügte Schwab hinzu.

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