Ortsbesuch: Kim Il-sung (links) und sein Sohn und Nachfolger Kim Jong-il 1992 im Stadion von Pjöngjang Foto: AFP/KCNA

In seiner Heimat wird er bis heute wie ein Gott verehrt: Nordkoreas „ewiger Präsident“ Kim Il-sung. Dabei hatten sich die Sowjets nach der Teilung der Halbinsel bereits für einen anderen Mann entschieden.

Pjöngjang - Der erste öffentliche Auftritt im Oktober 1945 ist ein Desaster. Die Zuschauer im sowjetisch besetzten Pjöngjang hatten einen charismatischen Partisanenführer erwartet. Stattdessen erscheint ein junger Mann, der sich durch eine schwülstige, mit marxistischen Schlagwörtern durchsetzte Rede stammelt. Kim Il-sung habe „einen Haarschnitt wie ein chinesischer Kellner“ gehabt und in seinem viel zu kleinen himmelblauen Anzug ausgesehen wie „ein dicker Lieferjunge einer chinesischen Garküche“, berichtet ein Augenzeuge. Seine quäkende Stimme und der Umstand, dass er nach Jahren im Exil kaum noch Koreanisch spricht, machen die Sache nicht besser. Und doch avanciert Kim Il-sung zum „ewigen Präsidenten“ Nordkoreas, begründet die einzige kommunistische Dynastie der Welt und wird in seiner Heimat bis heute wie ein Gott verehrt.

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