Ermittler beobachten, dass Kokain mehr über kleinere Häfen nach Europa geschmuggelt wird. Vermutlich um schärferen Kontrollen in größeren Häfen zu entgehen. Foto: Virginia Mayo/AP/dpa

Verkaufswert: mehr als eine Viertelmilliarde Euro. Drogenfahnder in den Niederlanden können einen dicken Erfolg für sich verbuchen.

Vlissingen - Niederländische Fahnder haben im Hafen von Vlissingen rund 3600 Kilogramm Kokain entdeckt. Die Drogen hätten einen Verkaufswert von rund 270 Millionen Euro, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es war den Angaben zufolge die größte Menge Kokain, die in diesem Jahr in dem Hafen im Südwesten des Landes sichergestellt wurde. 

Die Drogen seien bei einer gewöhnlichen Kontrolle entdeckt worden. Das Kokain war versteckt zwischen einer Ladung Bananen aus Ecuador mit dem Ziel Deutschland. Ein 27 Jahre alter Verdächtiger sei festgenommen worden. 

Bereits im Mai waren in dem Hafen knapp 500 Kilogramm Kokain gefunden worden mit einem Verkaufswert von rund 37 Millionen Euro. Auch diese Ladung war den Angaben zufolge versteckt in einer Fracht Bananen aus Ecuador. 

Ermittler beobachten bereits seit dem vergangenen Jahr, dass mehr Kokain über kleinere Häfen wie in Vlissingen nach Europa geschmuggelt wird. Ein Grund könnten die schärferen Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen am Hafen von Rotterdam sein, dem größten Hafen Europas.