Der idyllische Wintergarten mit dem Koi-Teich ist für die Wilhelma-Besucher seit Mittwoch wieder zugänglich.. Foto: Wilhelma Stuttgart / Harald Knitter

Dank konsequenter Infektionsschutz-Maßnahmen der Wilhelma-Verantwortlichen und disziplinierten Verhaltens der Besucher können weitere Attraktionen des Zoologisch-Botanischen Gartens öffnen: die Pflanzenschau-Häuser, der Streichelzoo und das Schwingaffenhaus.

Bad Cannstatt - Dank konsequenter Infektionsschutz-Maßnahmen der Wilhelma-Verantwortlichen und disziplinierten Verhaltens der Besucher können weitere Attraktionen des Zoologisch-Botanischen Gartens in den Blick der Öffentlichkeit zurückkehren. Am Mittwoch öffnete die Wilhelma auch ihre Pflanzenschau-Häuser, den Streichelzoo und das Schwingaffenhaus. Zugleich erweitert sie die Zahl der Zeitfenster für den Einlass von zwei auf fünf Termine. Damit wird auch wieder ein vergünstigtes Abendticket ab 16 Uhr verfügbar. Die Dauer des Besuchs ist nicht begrenzt. Notwendig bleibt jedoch für jeden Besuch ein Online-Ticket mit Terminreservierung, auch für Besitzerinnen und Besitzer von Dauerkarten.

Erstmals seit dreieinhalb Monaten sind dadurch das traditionsreiche Maurische Landhaus und die historische Gewächshauszeile von innen zu sehen. So stehen zum Beispiel die Türen offen zum idyllischen Wintergarten mit dem Koi-Teich und zu den eindrucksvollen Kakteenschauen. Bei den Tropischen Nutzpflanzen wachsen gerade Jackfrucht, Bananen, Ananas und Kakao. Und die virtuosen Singvögel Asiens, wie die Schamadrossel, finden endlich Zuhörerschaft. Mädchen und Jungen dürfen zudem wieder in die Kontaktzone mit den Afrikanischen Zwergziegen, Kamerunschafen und Skudden, die über Ostern Nachwuchs bekommen haben.

Das Außengelände ist bereits seit dem 11. Mai wieder zugänglich, ausgewählte Tierhäuser und Freiflugvolieren kamen am 8. Juni hinzu. Die zunächst generelle Maskenpflicht ist inzwischen reduziert auf die Gebäude, die Eingangsbereiche von Park und die Gastronomie sowie vor den Außengehegen von Raubtieren und Affen. Denn diese Tierarten können sich laut Experten nachweislich beim Menschen mit COVID-19 anstecken.

„Wir haben gute Erfahrungen mit der schrittweisen Lockerung der Einschränkungen gemacht“, sagt Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. Wenn seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Notwendigkeit der Vorkehrungen erläutern, würde sich die Besucher sehr kooperativ zeigen. „Als Schlüssel zum Erfolg sehen wir, den Publikumsverkehr zu entzerren, denn es besuchen wieder mehr Tier- und Pflanzenfreunde die Wilhelma“, so Kölpin. Durch die Öffnung der genannten Gebäude würde sich die Menschenmenge besser verlaufen. Hilfreich sei in diesem Zusammenhang auch, dass sich bei jetzt fünf Zeitfenstern die Besucher über den Tag verteilen. „Bei der bisherigen Aufteilung des Einlasses auf vormittags oder nachmittags hatte es sich manchmal über die Mittagszeit geballt“, so der Wilhelma-Chef.

„Uns ist wichtig, jede Lockerung mit Bedacht anzugehen, um nicht durch Nachlässigkeit das Erreichte zu verschenken.“ Die schmaleren Wege in den Gewächshäusern würden dabei eine besondere Herausforderung darstellen. „Doch bei der nötigen Disziplin erlauben uns Personenlimit, Maske und Mindestabstand, dass wir unsere große Besonderheit wieder zeigen können: dass die Wilhelma nicht nur Tierpark, sondern auch Botanischer Garten ist. Wir freuen uns, dass wir gerade die deutschlandweit bedeutenden Sammlungen von Orchideen, Kakteen und Sukkulenten den Besucherinnen und Besuchern nicht länger vorenthalten müssen.“

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