Die Nazis nahmen den Sontheimers alles. Zur Stolperstein-Verlegung kommen aus Kanada und Großbritannien die Kinder der Brüder, die sich in letzter Minute ins Ausland retten konnten.
Ein eisiger Freitagmorgen in der Eduard-Pfeiffer-Straße. Die Gruppe, die sich vor dem Haus mit der Nummer 43 versammelt hat, ist ganz still, als Gunter Demnig zwei Stolpersteine in die vorbereiteten Löcher im Gehweg setzt. Sie sind für Pauline und Felix Sali Sontheimer. Als der Künstler fertig ist, legen Julie, Michael und Christopher Sutton, Felix’ Enkelkinder, auf den Steinen Rosen ab. Wenig später verlegt Demnig ein paar hundert Meter weiter, in der Azenbergstraße 57, drei weitere Gedenksteine: Sie sind für Fritz und die Zwillinge Paul und Heinz, die Väter der Suttons. Schüler des Ebelu spielen „Yesterday“ - die Sontheimer-Brüder liebten die Beatles.
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