Nikki Amuka-Bird (M) als Violet in einer Szene des Films "The Outfit - Verbrechen nach Maß". Foto: -/UPI/dpa

Im Chicago der 1950er Jahre lässt sich ein sensibler Anzugschneider mit der Mafia ein. Im lebenslustigen Oslo der Gegenwart sucht eine junge Frau ihre Rolle im Leben, und im kalten Dänemark kämpft ein Ermittler gegen finstere Mächte. Die Filme der Woche.

Frankfurt/Main  - Der Kinofilm "The Outfit - Verbrechen nach Maß" spielt im düsteren Winter des Jahres 1956 in Chicago. Der sanftmütige Herrenschneider Leonard (gespielt von Oscar-Preisträger Mark Rylance) bekommt in seinem Atelier Besuch aus der Unterwelt.

Das kann nicht gut gehen und tut es auch nicht - für die Killer. Dabei behält Leonard stets die Contenance, selbst wenn er auf seinem Ateliertisch mit Nähgarn und -nadel eine Schusswunde im Bauch eines Gangsters zusammenflickt. Warum der Schneider cooler ist als die Killer, verrät der Film erst am Ende.

The Outfit, USA 2022, 106 Minuten, FSK ab 16, von Graham Moore, mit Mark Rylance, Zoey Deutch, Johnny Flynn u.a

In Cannes ausgezeichnet: "Der schlimmste Mensch der Welt"

Berlin (dpa) - Julie ist um die dreißig, lebt in Oslo und hat ihre Rolle im Leben noch nicht gefunden. Davon erzählt der Film "Der schlimmste Mensch der Welt" - der deutlich mehr ist als eine Zeitgeistkomödie. Die Zuschauer begleiten Julie auf der Suche nach der richtigen Beziehung und der richtigen Aufgabe. Dass die norwegische Schauspielerin Renate Reinsve für diese Rolle in Cannes mit dem Preis als Beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, ist nachvollziehbar. Sie steht ganz im Zentrum von "Der schlimmste Mensch der Welt", voller Charisma und Präsenz, und sorgt dafür, dass wir über die 128 Minuten dieses Films mit ihr fühlen.

Der schlimmste Mensch der Welt, Norwegen/Frankreich u.a. 2021, 128 Minuten, FSK 12, von Joachim Trier, mit Renate Reinsve, Maria Grazia Di Meo, Anders Danielsen Lie

"Erwartung: Der Marco-Effekt": Nordic Noir mit Ulrich Thomsen

Berlin (dpa) – Mehr als zwei Stunden Krimihandlung bietet die dänisch-deutsch-tschechische Koproduktion "Erwartung: Der Marco-Effekt" mit Ulrich Thomsen ("Das Fest").

Als der junge Marco, der obdachlos ist, in einem Zug gen Dänemark von der Polizei verhaftet wird, stellt sich heraus, dass er den Pass eines vor Jahren verschwundenen Beamten bei sich hat. Dieser war wegen eines Verbrechens in Verdacht geraten. Nun darf sich Kommissar Carl Mørck (Thomsen) erneut der Sache annehmen. Ob Marco ihm dabei wird helfen können? Die Regie kommt vom Oscar-nominierten Martin Zandvliet ("Unter dem Sand"). Die literarische Vorlage , die in Deutschland 2013 auf den Buchmarkt kam und recht schnell reüssierte, stammt vom dänischen Erfolgsautor Jussi Adler-Olsen.

Erwartung: Der Marco-Effekt, Dänemark/D/Tschechische Republik 2021, 125 Min, FSK ab 16, von Martin Zandvliet, mit Ulrich Thomsen, Zaki Youssef, Sofie Torp