Quelle: Unbekannt

Der Uferpark an der Austraße ist Teil des Erlebnisraums Neckar. Das nächste Projekt ist die Neckarterrasse, sie soll durch Umbauarbeiten einladender werden.

MünsterDer im Jahr 2015 entwickelte Masterplan „Erlebnisraum Neckar“ soll den Bürgern ihren Fluss zugänglicher machen. Dieser soll bis 2035 durch zahlreiche Projekte entlang der Wasserstraße Wirklichkeit werden. Ein Baustein – und eine sogenannte „Neckarperle“, die am Ende zu einer Perlenkette verwachsen sollen – des Gesamtprojekts, ist der Uferpark an der Austraße, nördlich von Münster.

Dort wurde bereits 2017 der erste Teil eröffnet. Direkt am Neckar – zwischen Riverhouse und Zaißerei – entstand der Wasserspielplatz Freienstein. Kostenpunkt damals: 240 000 Euro. „Damit ist ein erster Schritt getan, um das Neckarufer erlebbar zu machen“, sagte Hagen Schilling, stellvertretender Leiter des Garten- Friedhofs- und Forstamts (GFF), bei der Eröffnung vor zwei Jahren. Und die Aufwertung des Neckarufers an der Austraße geht nun weiter. Bis 2022 sollen zwei weitere Teile des Bausteins fertig sein. Zum einen die Neckarterrasse, nicht weit entfernt vom Wasserspielplatz und zum anderen der sogenannte „Tapach-Link“. Ein Verbindungsweg, der von der Austraße hoch zum Schnarrenberg führen soll.

Die Neckarterrasse ist bisher nur schwer zugänglich, da die Wegeführung nicht ausreichend ausgebaut ist. Auch die Aufenthaltsqualität ist bisher nur sehr mager. Nur am Fuß des Hanges gibt es Sitzmöglichkeiten. Dies soll sich nun ändern. Dafür wird zu allererst ein neuer Treppenzugang am unteren Ende des Hanges gebaut, über den dann die drei Hangflächen zu erreichen sind. Auf der ersten Hangfläche wird sich dabei nicht viel ändern. Auf der zweiten Fläche wird auf der linken Seite eine Terrasse installiert, auf die eine Sitzbank angebracht wird. Die dritte Ebene bekommt wiederum eine Terrasse – dort allerdings auf der rechten Seite. Auch hier wird eine Sitzbank angebracht. Der restliche obere Teil wird mit Sitzstufen ausgestattet. „Weiter hoch gehen wir nicht, da dort alter Wildwuchsbestand ist und wir diesen nicht anfassen wollen“, sagte Kilian Bezold vom GFF bei der Vorstellung der Projekte im Münsterer Bezirksbeirat. Die Wiese, die sich bisher dort befindet, wird in einen Rasen verwandelt. Der Umbau der Neckarterrasse kostet insgesamt 400 000 Euro. Die Region Stuttgart trägt davon 145 000 Euro und die Stadt übernimmt die restlichen 255 000 Euro. Baubeginn soll im September 2020 sein.

Das zweite Teilprojekt, der „Tapach-Link“, soll eine Verbindung von der Austraße hoch zum Schnarrenberg und weiter ins Tapachtal werden. Außerdem soll auch eine Verbindung nach links in die Weinberge entstehen. Entlang des Weges sollen dazu einige Robinien entfernt werden, um den Spaziergängern „neue, schöne Blicke auf den Neckar zu ermöglichen“, wie Elisabeth Bender vom GFF sagt. Zudem sollen entlang des Weges Sitzmöglichkeiten entstehen und ein Waldgarten als Schattenspender dienen. Mit im Blick hat man dabei auch die Schutzhütte auf dem Schnarrenberg, die im vergangenen Jahr abgebrannt war. Dies rief die Bezirksbeiräte auf den Plan. Sie kämpfen seit dem Brand um den Wiederaufbau der Hütte. Nun gibt es also neue Hoffnung. „Die Kosten zum Wiederaufbau der Hütte sind von uns im Haushalt angemeldet“, so Bender. Die Planung der beiden Projekte übernimmt das Architekturbüro „Freiraum + Landschaft“ aus Nürtingen.

Nach der Fertigstellung der beiden Projekte soll es ab dem Jahr 2022 mit dem letzten Baustein weitergehen – das Neckarufer an der Austraße. Geplant sind Podeste und Plattformen am Fluss zum Verweilen, während auf dem Wasser die Frachter ihre Waren transportieren. An den renaturierten Uferzonen mit Steinen und einer vielfältigen Pflanzenwelt finden Insekten, Kleinkrebse und Kleinfische optimale Lebensbedingungen. Und es soll auch möglich sein, dort seine Füße ins Wasser strecken zu können. „Durch all diese Maßnahmen erhoffen wir uns eine schöne Atmosphäre am Neckar“, betonte Kilian Bezold zum Abschluss.

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