Der Architekt Jan Keinath zieht mit seiner Familie aus dem Stuttgarter Westen nach Tübingen: in eine behutsam sanierte Doppelscheune von 1806. Ein Besuch.
Manchmal führt der schnellste Weg in die Zukunft über eine Umleitung in die Vergangenheit. Oder über Tübingen. Im Ortsteil Deringen steht zentral eine sehenswerte Doppelscheune. Erbaut wurde sie im Jahr 1806, eine Scheune wie so viele andere. Kein Mensch in und außerhalb Derendingens hätte jemals gedacht, dass irgendwann einmal ausgerechnet diese Scheune – ein unter Denkmalschutz stehender, schlichter Fachwerkbau – zum Studienobjekt für eine bessere Architektur der nahen Zukunft werden würde. Denn der Umbau der Doppelscheune ist beispielhaft für eine Low-Tech-Strategie einer vielversprechenden, nachhaltigeren Architektur, in der das Weniger viel mehr ist.
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