Durchströmt von Sprache: Friederike Mayröcker Foto: imago/Skata

Mit ihrem jüngsten Buch war die österreichische Schriftstellerin Friederike Mayröcker gerade noch für den Leipziger Buchpreis nominiert. Jetzt ist sie mit 96 Jahren in Wien gestorben.

Wien - Sie gleiche von Tag zu Tag mehr einem „Blindmeister“, hat Friederike Mayröcker einmal geschrieben. „Verwende jetzt schon die schärfsten Brillen, die für Kleinstschrift vorbehalten waren, für die ganz gewöhnlichen Druckseiten des Buches“. Doch so sehr die Kraft der Augen auch nachgelassen haben mag – Mayröckers Texte waren bis zuletzt erfüllt von einem hellwachen Bewusstsein für die Erscheinungen der Welt. Sie lassen hören und sehen, wie die Landschaften einwandern in das Gehirn und wie in der Sprache Schneefunken und „verschleierte Hortensien“ leuchten. Ein Staunen erfüllt diese Texte, ein Staunen darüber,„wie bläulich der Himmel sich mir kredenzt“, aber auch über die Bewegungen des Körpers und über das Unsichtbare.

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