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Nach zwei Niederlagen ist der Fußball-Bezirksligist Türkspor Stuttgart gegen den MTV Stuttgart unter Zugzwang. VfB Obertürkheim fährt zuversichtlich nach Feuerbach.

Bad CannstattZwei Spiele nach der Winterpause, keine Punkte, 2:8-Tore und das Abrutschen auf den ersten Abstiegsplatz. Zweifelsohne, bei Türkspor Stuttgart läuft das Jahr 2019 alles andere als verheißungsvoll. Zuletzt beim 0:5 gegen den direkten Konkurrenten SV Vaihingen kamen auch noch eine Ampelkarte für Kapitän Abdullah Sener und der rote Karton für Yahia Helmy hinzu. Klar, einfach zum Alltag übergehen, als ob nichts passiert wäre, geht nicht. Während der Woche gab es deshalb eine Aussprache. „Einerseits haben wir die Spieler nochmals speziell darauf eingeschworen, dass wir nur gemeinsam, also als echtes Team, aus der misslichen Lage kommen“, sagt Trainer Hasan Sener. Darüber hinaus sei das Verhalten gegenüber dem Schiedsrichter Inhalt der Diskussion gewesen. „Der Unparteiische ist uns bekannt und ich habe meinen Spielern mit auf den Weg gegeben, dass sie sich zusammenreißen und auf Kommentare verzichten sollen. Ganz einfach war das sicherlich nicht, aber von den erfahrenen Akteuren hätte ich mehr Zurückhaltung erwartet“, so Sener weiter. Den Worten müssen nun Taten folgen – und das schon am Sonntag, 24. März, wenn Türkspor um 15 Uhr den nächsten Konkurrenten im Abstiegskampf, den MTV Stuttgart, erwartet. Gleichwohl hält Sener den MTV für stärker, als der aktuell elfte Platz aussagt. Dennoch: „Egal, wie der Gegner heißt, Heimspiele müssen wir einfach gewinnen, wenn wir hinten wegkommen wollen.“ In Reihen des MTV steht der zur Zeit treffsicherste Spieler der Liga, Raphael Hahn. Der mehrmalige Torschützenkönig der Bezirksliga hat es bislang auf 16 Treffer gebracht. Einen speziellen Wachhund während der 90 Minuten bekommt Hahn indes nicht. „Wir haben es schon häufiger mit einer Sonderbewachung versucht und es hat nichts gebracht. Deshalb verzichten wir darauf“, sagt Sener, der sich freut, dass Trainerkollege Recep Yildiz nun wieder voll mit von der Partie ist. „Er war bislang privat verhindert, steigt nun wieder voll ein. Das wird der Mannschaft sicherlich einen zusätzlichen Schub geben.“

Obertürkheim ist zuversichtlich

An die Sportvg Feuerbach hat der VfB Obertürkheim gute Erinnerungen. In der Vorrunde feierte das Team von Spielertrainer Christoph Stegbauer einen 6:4-Sieg. Fortan ging es bei den Feuerbachern jedoch aufwärts, so dass sie mittlerweile im gesicherten Mittelfeld auf Platz vier anzutreffen sind. Von gefahrenlos kann beim VfB indes nicht die Rede sein – ein Punkt ist man noch vom Relegationsplatz entfernt. Am Sonntag, 24. März, bittet nun die Sportvg Feuerbach die Obertürkheimer um 15 Uhr zum Duell. Auch wenn zwischen den Teams acht Plätze liegen, „fahren wir nach Feuerbach, um den ersten Dreier in 2019 einzufahren. Es wird langsam Zeit und würde uns auch gut tun“, sagt Stegbauer, der in Sachen Personal nur von einer leicht entspannteren Situation spricht. So ist der agile Tim Wagner nach Gelb-Rot-Zwangspause wieder einsatzbereit, dafür muss Nikolai Pozorski aufgrund des Farbenspiels passen. Aus privaten Gründen schnürt Michael Schmid am Wochenende nicht die Kickstiefel, dafür schlüpft nach überstandener Verletzung in selbige wieder Marc Rottmeir. Die Hiobsbotschaft kam während der Woche aber von Kevin Hafner. „Er hat sich erneut das Kreuzband gerissen, dieses Mal auf der anderen Seite.“ Um in Feuerbach auch tatsächlich bestehen zu können, müssen „wir auf die technisch versierten und schnellen Akteure besonders aufpassen und hinten konzentriert stehen.“

„Wir haben in 2019 drei gute Begegnungen abgeliefert und sieben Punkte ergattert. Wir sind absolut im Soll und zufrieden“, sagt Stefan Schuon, der Trainer der Spvgg Cannstatt . Der Blick auf die Tabelle wird den Kickern samt Verantwortlichen von der Hofener Straße mit Sicherheit auch sehr gefallen: Die Cannstatter sind auf Rang drei anzutreffen. Diese Position will man durch einen Heimsieg am Sonntag, 24. März (15 Uhr), gegen den OFK Beograd Stuttgart verteidigen. „Wir erwarten zwar einen spiel- und kampfstarken Gegner, aber die vergangenen Auftritte sollten bei der Mannschaft für so viel Selbstbewusstsein gesorgt haben, dass wir die Punkte in Cannstatt behalten sollten.“ In der Vorrunde ist dies gelungen, die Spvgg verließ den Platz nach einem spektakulären Spiel mit 6:3 als Sieger, was gleichbedeutend mit dem ersten Saisonerfolg war. Personell muss die Spvgg voraussichtlich auf Abwehrmann Michael Ziegler (Knieprobleme) verzichten, dafür ist Kapitän Domenic Guagenti wieder dabei.

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