Das Olgaeck in Stuttgart soll sicherer werden: Mit dem Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde reagiert die Stadt auf Forderungen, den Knotenpunkt zu entschärfen.
Fuß vom Gas am Olgaeck: Von Donnerstag an gilt dort Tempo 30. Damit will die Stadt Stuttgart die Ecke sicherer machen, an der am 2. Mai ein tödlicher Unfall geschehen war. Die Schilder wurden in der Nacht zum Donnerstag aufgestellt, mit sofortiger Wirkung gilt nun das neue Tempolimit, und zwar an der Charlottenstraße und an der Olgastraße.
Die Geschwindigkeitsbeschränkung war Anfang Juli beschlossen worden. Möglich ist das Tempolimit an dieser Stelle durch eine noch recht junge Regelung in der Straßenverkehrsordnung. Demnach ist auch an einer innerorts verlaufenden Bundesstraße, wie es die Charlottenstraße als B 27 (weiter oben Hohenheimer Straße) ist, möglich, wenn dort Schulwege verlaufen.
Das ist im Bereich vom Charlottenplatz entlang der Charlottenstraße bis zur Einmündung der Alexanderstraße sowie entlang der Olgastraße und der Alexanderstraße der Fall. Hier gehen Kinder zur Schule, wenn sie die Jakobschule oder die Galileo Grundschule besuchen. Als der Beschluss im Juli fiel, hieß es, das Tempolimit solle „bald“ kommen. Nun hat es wenige Tage vor Beginn des neuen Schuljahres am kommenden Montag geklappt.
Es war nicht der erste Unfall an dieser Stelle in Stuttgart
Am Olgaeck war am Abend des 2. Mai ein Autofahrer mit einer Mercedes G-Klasse in die Haltestelle gerast. Die dort wartenden Menschen wurden von dem schweren Wagen erfasst und einige auch überrollt. Eine Frau starb an den schweren Verletzungen, die sie dabei erlitt. Sieben weitere Personen, darunter auch Kinder, wurden verletzt. Nach dem Unfall wurden viele Forderungen laut, die Ecke sicherer zu gestalten. Auch, weil es nicht der erste schwere Unfall an dieser Stelle war. Die Stadt will eine Studie erstellen lassen, wie und ob der komplexe Verkehrsknotenpunkt mit Stadtbahn, Fuß-, Rad- und Autoverkehr sicherer gestaltet werden kann.