Björn Höcke zeigt sich mit dem Vorgehen seiner Partie alles andere als einverstanden. Foto: dpa/Martin Schutt

Es brodelt bei der AfD. Nachdem die umstrittene Partei Andreas Kalbitz rausgeworfen hat, greift sein langjähriger Mitstreiter Björn Höcke den Vorsitzende Jörg Meuthen verbal scharf an.

Berlin - Mit einer klaren Kampfansage hat der Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke auf den Rauswurf seines langjährigen Mitstreiters Andreas Kalbitz reagiert. „Die Spaltung und Zerstörung unserer Partei werde ich nicht zulassen - und ich weiß, dass unsere Mitglieder und unsere Wähler das genauso sehen wie ich“, sagte der Thüringer Landes- und Fraktionschef am Samstag in einem Video, das er auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte. Er sagte, der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen und Parteivize Beatrix von Storch wollten eine „andere Partei“. Wer sich wie sie in einem parteiinternen Konflikt auf Argumente von „Parteigegnern“ berufe, der begehe „Verrat an der Partei“.

Der Bundesvorstand der AfD hatte am Freitag die Mitgliedschaft des bisherigen Vorstandsmitglieds und Brandenburger Landesvorsitzenden Kalbitz für nichtig erklärt. Hintergrund sind frühere Kontakte im rechtsextremen Milieu. In dem Beschluss hieß es, die Mitgliedschaft sei mit sofortiger Wirkung aufgehoben, „wegen des Verschweigens der Mitgliedschaft in der „Heimattreuen Deutschen Jugend““ (HDJ) und „wegen der Nichtangabe seiner Mitgliedschaft“ bei den Republikanern zwischen Ende 1993 und Anfang 1994. Kalbitz will sich gegen die Entscheidung juristisch zur Wehr setzen. Neben Höcke galt er als wichtigster Vertreter der rechtsnationalen Strömung in der Partei.

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