Das Feuer war vergangene Woche in der Nähe des Flüchtlingslagers ausgebrochen. Foto: dpa/Panagiotis Balaskas

Am Mittwoch sollen wegen mutmaßlicher Brandstiftung im Flüchtlingslager Moria sechs Verdächtige dem Staatsanwalt vorgeführt werden. Ein verheerendes Feuer hatte in der vergangenen Woche das größte Flüchtlingslager Europas zerstört.

Lesbos - Wegen des Verdachts der Brandstiftung im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos sollen am Mittwoch sechs junge Afghanen dem Staatsanwalt vorgeführt werden. Gegen die Verdächtigen, unter ihnen zwei Minderjährige, werde am Mittag Anklage erhoben, hieß es aus Behördenkreisen. 

Vier der Verdächtigen waren am Montag von der Polizei auf Lesbos festgenommen worden, wo ein verheerendes Feuer in der vergangenen Woche das größte Flüchtlingslager Europas zerstört hatte. Dadurch wurden mehr als 12.000 Flüchtlinge obdachlos.

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Feuer nach Behördenangaben absichtlich gelegt

Die beiden anderen Verdächtigen im Alter von 17 Jahren waren nach dem Brand auf das griechische Festland gebracht worden. Sie gehörten zu einer Gruppe von rund 400 unbegleiteten Minderjährigen, die kurz nach dem Brand in Sicherheit gebracht wurden, wie die amtliche Nachrichtenagentur ANA berichtete. Sie wurden später festgenommen. Nach Angaben der griechischen Behörden wurde das Feuer in Moria absichtlich gelegt.

Nach einem Feuer auf der griechischen Insel Samos wurden am Mittwoch zudem 13 Migranten festgenommen. Das Feuer drohte zwischenzeitlich auf ein Flüchtlingslager mit mehr als 4700 Bewohnern überzugreifen. Die meisten der Festgenommenen wurden unterdessen wieder freigelassen, wie es in Polizeikreisen hieß. Drei würden weiter vernommen. 

Das Feuer war am Dienstagabend in einem bewaldeten Gebiet in der Nähe des Flüchtlingslagers ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte es unter Kontrolle bringen. 

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