Pascal Stolz und die HSG Ca-Mü-Max „fliegen“ derzeit auf Kurs und haben bislang alle Saisonspiele gewonnen. Foto: oto: Holger Strehlow - oto: Holger Strehlow

Nach einer Warmlaufphase starten die Landesliga-Handballerinnen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See durch und siegen 25:20 in Bottwar.

BottwarEs läuft. Es läuft richtig gut für die Frauen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Exth-See. Der Sieg vor 100 Zuschauern bei der Handballregion Bottwar SG war bereits der dritte im dritten Spiel. Erneut ließen sich die Handballerinnen aus Cannstatt nicht aus der Ruhe bringen. Auch nicht von der harten Gangart der Gegnerinnen. „Es ging ordentlich zur Sache, wir haben einige Blessuren davongetragen“, weiß denn auch HSG-Coach Klaus Bender, „wobei meine Spielerinnen sich davon nicht beeindrucken ließen“. So lief es für die Gäste ab der 20. Minute schlagartig gut. Bis zu diesem Zeitpunkt bewegte sich das Geschehen in der Bottwartalhalle in Steinheim-Kleinbottwar auf Augenhöhe, die Anzeigetafel wies einen Spielstand von 5:5 aus. Wie wenn plötzlich ein Schalter auf An geschaltet worden wäre, waren die Gäste sowohl im Angriff als auch in der Abwehr präsenter, konsequenter und besser. „Im Defensivverbund gab es immer weniger Durchkommen für Bottwar und vorne wurden die zuvor häufigen technischen Fehler deutlich minimiert.“

Starke Torhüterleistung

Und: Benders Team stellte das Visier genauer ein. Der Abschluss sei konzentrierter und dementsprechend erfolgreicher gewesen, auch aus dem Rückraum seien viele Treffer erfolgt. So zog die HSG allmählich weg. Zur Pause hatten die Gäste mit 13:10 die Nase vorn. Auch deshalb, weil Torhüterin Marina Rüdiger den Bottwarer Werferinnen das sportliche Dasein während der gesamten Spielzeit ordentlich vermieste. „Die hat ganz stark gehalten.“

Auch Jessica Nitz bekam ein Sonderlob vom Coach. „Da so manche Akteurin ob des harten Spiels angeschlagen war, kam sie in der zweiten Hälfte zum Einsatz und hat ihre Aufgabe sehr gut erfüllt.“ Sehr gut erfüllt hat die gesamte Abwehr den Umgang mit der starken Rückraumschützin der SG, Saskia Kapfenstein. Normalerweise würden acht, neun Tore pro Spiel auf ihr Konto gehen.

Kommende Aufgabe wird schwerer

„Durch die gute kollektive Arbeit unseres Defensivverbundes sind ihr gerade mal drei Treffer geglückt, einer per Siebenmeter.“ Nach der Pause lief es weiterhin gut für die HSG Ca-Mü-Max. Der größte Vorsprung wuchs bis auf sieben Tore an. Nach 60 Minuten hörte sich das Resultat für Bottwar freundlicher an, war mit 20:25 aber immer noch deutlich.

Durch den dritten Saisonsieg rangieren die Frauen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See auf dem zweiten Tabellenplatz, zusammen mit der HSG Hohenlohe und der HSG Strohgäu 2. Am kommenden Sonntag, 17 Uhr, steht das nächste Auswärtsspiel an. Dieses Mal geben die Cannstatterinnen ihre Visitenkarte bei der SV Leonberg/Eltingen ab. „Das wird ein schweres Spiel, der SV spielt bislang auch eine gute Runde.“ Jedoch: Am letzten Spieltag setzte es gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer Oppenweiler/Backnang eine klare Niederlage mit zehn Toren Unterschied. Aus diesem Grund und da es bei der HSG gut läuft „peilen wir den nächsten Sieg an“.

HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See: Marina Rüdinger und Jennifer Egyed (beide im Tor), Maike Riedel (4), Nadine Behrens (4/4), Pascale Stolz (1), Jessica Nitz, Luisa Keyerleber (1), Katharina Roth, Marie-Kristin Wittmann (8), Sonîa Staib (6/2), Christiane Kappis, Anne Burmeister (1).

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