Auch der Hanauer Anschlag zeigt: Nur eine entschlossene Haltung der gesamten Gesellschaft kann den Nährboden des Rassismus trocken legen. Foto: dpa/Boris Roessler

Nur mit glasklarer Haltung lässt sich die Gewalt zurückdrängen, kommentiert Norbert Wallet.

Hanau - Niemand, wirklich niemand komme jetzt daher und singe wieder das so dumm-naive Lied vom Einzeltäter. Als handele es sich beim Hanauer Anschlag um die Tat eines einsamen Wolfs, eines Verstörten, eines letztlich Unpolitischen und eben vor allem Kranken. Diese Verharmlosung war im Mordfall Lübcke unangebracht; sie war auch bei der mörderischen Attacke auf die Synagoge in Halle falsch. Die Tat von Hanau mag von einem Wirrkopf begangen worden sein, und einige Schriften zeigen, dass in seinem Kopf in der Tat eine Mischung aus blankem Rassismus, haltlosen Verschwörungstheorien und giftsprühendem Hass herumspukte. Aber diese immer wiederkehrenden Relativierungen lenken nur von einem Urteil ab, vor dem manche zurückschrecken, weil es so beschämend, aber eben unumgänglich ist: Deutschland hat ein massives Problem mit rechtem, rassistischem Terror.

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