Nach einer propalästinensischen Demonstration in Berlin-Neukölln ist es am Wochenende zu antiisraelischen Ausschreitungen gekommen. Foto: dpa/Fabian Sommer

In Deutschland dominiert weiter der rechtsextreme Antisemitismus. Debattiert wird aktuell, wie dem muslimischen beizukommen ist. Besonders umstritten ist dabei die Rolle der Verbände.

Berlin - Die antisemitisch motivierte Hasskriminalität ist vergangenes Jahr um 15 Prozent gestiegen. Hatte das Bundeskriminalamt 2019 noch 2032 Fälle gezählt, waren es im Vorjahr 2351. Rund 94 Prozent dieser Straftaten gingen auf das Konto von Rechtsextremisten. Trotzdem haben die teils mit Ausschreitungen verbundenen Palästinenserdemonstrationen vom Wochenende gezeigt, dass es oft längst nicht nur um Kritik an der israelischen Regierung geht. Dem Staat Israel wird das Existenzrecht oder das Recht zur Selbstverteidigung gegen die Raketenangriffe der Terrororganisation Hamas abgesprochen. „Es gibt auch muslimische Antisemiten“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin: „Solch eine Einstellung ist in Deutschland inakzeptabel.“

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