Die Konsequenzen seiner Äußerungen bekommt Boris Palmer derzeit zu spüren. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Grünen wollen dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer nach seinen umstrittenen Äußerungen zu älteren Corona-Patienten die Unterstützung entziehen. Weitere interne Sanktionen sollen geprüft werden.

Berlin/Tübingen - Nach seinen umstrittenen Äußerungen zu älteren Corona-Patienten entzieht die Grünen-Spitze ihrem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer die Unterstützung. Die Partei werde Palmer bei einer erneuten Kandidatur in Tübingen und bei weiteren politischen Tätigkeiten nicht mehr unterstützen, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock am Montag in Berlin nach einer Videokonferenz des Parteivorstands. Weitere interne Sanktionen würden geprüft.

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Zum Umgang mit hochbetagten Corona-Kranken hatte Palmer vor wenigen Tagen gesagt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“ Dafür erntete er massive Kritik. Viele Grünen-Mitglieder machten sich für einen Parteiausschluss stark.

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