Der 78-jährige Karl Link, Olympiasieger von 1964, ist weiterhin viel mit dem Fahrrad unterwegs. Foto:  

Der Radsportler Karl Link, damals im Trikot des Stuttgarter Sportclubs, erzählt unter anderem von der „Irrfahrt“ zu Gold, seinem ersten Flug und einigen kuriosen Dingen und besonderen Eindrücken aus der japanischen Hauptstadt.

Bad Cannstatt - Drei Stunden vom Flughafen quer durch die Stadt – Stop and Go bis zum externen Olympischen Dorf für die Radfahrer am Rande der Stadt Tokio – das war der erste Eindruck des damaligen 23-jährigen Karl Link, Radsportler des Stuttgarter Sportclubs. Ebenso ist ihm der unglaubwürdige Blick wegen der Blechlawinen und die Aussage seines damaligen Trainers Gustav Kilian unvergesslich geblieben. „Das ist ja toll, keine Rikschas mehr“, wunderte sich dieser. Denn bereits vor Kriegsbeginn im Jahr 1939 sei Kilian auf dem Weg zum Sechs-Tage-Rennen nach New York unterwegs gewesen, fuhr unter anderem mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok, anschließend mit dem Schiff in die japanische Hauptstadt und erneut auf dem Seeweg weiter nach San Francisco. Autos seien damals unvorstellbar gewesen, erinnerte sich Kilian weiter.

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