Migranten, die an der Grenze zu Belarus festsitzen, werden von polnischen Beamten umstellt. Foto: dpa/Czarek Sokolowski

Geflüchtete aus Afghanistan sitzen an den EU-Grenzen zu Belarus fest. Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko nutzt die Menschen, um die EU zu erpressen und zu spalten. Polen reagiert mit Härte und verhängt den Ausnahmezustand.

Warschau - Die Reporterin Agnieszka Sadowska stellt ihrem Film lieber eine Warnung voran. „Achtung, dieses Video enthält drastische Szenen!“ Und damit geht es dann auch gleich los. Die Kamera fährt dicht an die nackten Füße eines afghanischen Jungen heran. Die Haut ist weiß verfärbt, aufgequollen und zerfurcht. An einigen Stellen hängt sie in Fetzen herab. Der Junge stöhnt laut auf, als ein Sanitäter die Fußsohlen mit Desinfektionsmittel abtupft. Vierzehn Jahre mag er alt sein, höchstens. Der geschundene Körper ist in eine goldglänzende Rettungsfolie gehüllt. Nicht viel hätte wohl gefehlt, und er wäre in den Sumpfgebieten des Bialowieza-Urwalds erfroren, irgendwo im Grenzgebiet zwischen Belarus und Polen.

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