Michael Preetz hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Foto: dpa/Friso Gentsch

Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz hat sich zum Klinsmann-Papier geäußert und hat dabei die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Trainer Alexander Nouri will derweil nichts davon gewusst haben.

Berlin - Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz hat die Vorwürfe aus einem Protokoll für den früheren Berliner Cheftrainer Jürgen Klinsmann als „perfide und ungehörig“ zurückgewiesen. Der Fußball-Bundesligist behalte sich rechtliche Schritte vor, sagte Preetz am Mittwoch in Berlin. Er könne nicht einordnen, ob es ein Putschversuch gewesen sei. „Dann hat es in jedem Fall nicht funktioniert“, betonte der ehemalige Profi.

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Die „Sport Bild“ hatte zuvor Auszüge aus einem Papier veröffentlicht, das für Klinsmann und einen Partner verfasst worden war. In dem Protokoll steht unter anderem über die Hertha: „Der Klub hat keine Leistungskultur, nur Besitzstandsdenken und es fehlt jegliches Charisma in der Geschäftsleitung.“ Die Rede ist zudem von einer „Lügenkultur“ und „jahrelangen katastrophalen Versäumnissen“ von Manager Preetz.

Nouri soll nichts gewusst haben

Aus Klinsmanns Umfeld hieß es, dass es sich um ein internes Papier als Bestandsaufnahme und Analyse handele. Dies sei geleakt worden. Der frühere Bundestrainer war am 11. Februar nach nur elf Wochen im Amt als Hertha-Chefcoach zurückgetreten.

„Es ist in der Tat so, dass man in diesen Tagen den Eindruck gewinnen kann, dass wir bei Hertha BSC nicht wirklich zur Ruhe kommen in dieser wichtigen sportlichen Phase dieser Saison“, sagte Preetz. Die Vorwürfe habe man im Verein mit großer Betroffenheit zur Kenntnis genommen. „Es wurde ja im Prinzip auch keiner von seiner Kritik ausgenommen.“ Preetz, der in dem Papier besonders häufig stark kritisiert wurde, versicherte: „Ich halte das aus, ich bin stabil.“

Trainer Alexander Nouri, der unter Klinsmann als Assistent geholt worden war und nach dessen Rücktritt zum Cheftrainer aufstieg, betonte, dass er von dem Papier nichts gewusst habe.

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