Die MHP Arena in Ludwigsburg wurde Ende 2009 eröffnet. Foto: Werner Kuhnle

Die Stoffhülle der Heimat der Riesen Ludwigsburg ist in die Jahre gekommen. Nun überlegt die Stadt, welche Möglichkeiten es gibt.

Einst war die Hülle der MHP-Arena fast schon ein Politikum. Nun, zwölf Jahre nach der Eröffnung der Halle, ist die Außenfassade in die Jahre gekommen. Der TÜV kommt statt alle zwei Jahre mittlerweile jedes Jahr, um die Stoffbespannung zu prüfen. Bislang halte die zwar noch, „aber wir wollen nicht erst reagieren, wenn sie anfängt zu bröseln“, sagte Mario Kreh, Chef der Tourismus und Events Ludwigsburg (TELB), die die Halle betreibt.

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Weil die Arena, die vor allem vom Basketball-Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg, aber auch für Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt wird, über kurz oder lang energieneutral werden soll, schlägt die Stadt vor, zwei der Wände mit Solarmodulen zu verkleiden. Lohnen würde sich das auf den beiden Seiten zur Schwieberdinger und Martin-Luther-Straße hin. Auf insgesamt 1500 Quadratmetern ist die Sonneneinstrahlung ausreichend. An der Nord- und Ostfassade ist das nicht der Fall. Am liebsten würden die Planer die restliche Fassade begrünen, was allerdings teuer wäre. Während das Grün weitere Kosten verursachen würde, würde sich eine PV-Anlage amortisieren. „Deshalb würden wir gerne so schnell wie möglich damit anfangen“, sagte Kreh.

Begeisterung hält sich bei Gemeinderäten in Grenzen

Zustimmung für einen „großen Wurf“ mit Begrünung gab es im Wirtschaftsausschuss von den Grünen. Es sei eine „großartige Möglichkeit, Klimaschutz und – Anpassungen am selben Gebäude zu verwirklichen“, sagte Andrea Molkenthin-Kessler.

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Die Entscheidung dafür, dass die Stadt einen Entwurf – mit Alternativen zur Begrünung – vorbereiten und die Kosten kalkuliert, zwar einstimmig, Begeisterung für das Vorhaben machte sich aber nicht breit: Reinhardt Weiss (FW) mahnte, kein Geld „zu vergeigeln“. Margit Liepins (SPD) verwies auf die noch nicht absehbaren Kosten für das Ludwigsburger Forum, das renoviert werden muss und zahlreiche Schulbauprojekte, die man aus Finanznot geschoben habe.