Nach seinem Wechsel zum VfB Stuttgart 1983 feierte Andreas Baranski noch mehrere nationale Titel, vor allem mit der Staffel. Foto: privat

1980 gerieten die westdeutschen Sportler in die Mühlen der Politik. Der Moskau-Boykott betraf auch Andreas Baranski vom VfB.

Plattenhardt - Es war der 15. Mai 1980, als die Mitgliederversammlung des bundesdeutschen Nationalen Olympischen Komitees (NOK) eine Entscheidung traf, die so manchen Lebenstraum zerstören sollte. Der US-Präsident Jimmy Carter hatte bereits zuvor den Startverzicht der USA bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau durchgesetzt – eine politische Reaktion auf den Einmarsch der Sowjetunion in Afghanistan Ende des vergangenen Jahrs. An jenem 15. Mai wurde final über die Haltung der Bundesrepublik diskutiert, vor Millionen von Fernsehzuschauern. Thomas Bach war als damaliger Athletensprecher der einzige Sportler, der sich äußern durfte. Doch die Worte des heutigen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees fanden kein Gehör. Am Ende sprach sich die Mehrheit der Delegierten für einen Boykott aus. 59:40 Stimmen. Es heißt, dass vor allem die Vertreter der Wintersportverbände, die ihre eigenen Spiele in Lake Placid bereits gehabt hatten, sowie andere wie die Basketballer und Volleyballer, die für Moskau gar nicht qualifiziert waren, mit Ja votierten. Für sie selbst gab es ja auch nichts mehr zu verlieren.

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