Das Insektenhotel soll wieder aufgebaut werden. Foto: Iris Frey - Iris Frey

Im vergangenen Jahr war das Insektenhotel bei den Bürgergärten zum zweiten Mal abgebrannt worden. Jetzt will das Mauganescht mit Kindern und Jugendlichen einen dritten Anlauf nehmen.

Bad Cannstatt Die Geschichte um das Insektenhotel bei den Bürgergärten im Hallschlag ist sehr bewegt. Denn zweimal ist diese Einrichtung, die Kindern und Jugendlichen mehr Naturnähe und Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt ermöglichen sollte, von bislang unbekannten Tätern zerstört und abgebrannt worden.

Zuletzt war das Insektenhotel im vergangenen Jahr ein Opfer der Flammen geworden. Peter Kriesel hatte sich stets um dies Projekt gekümmert. Er hat nun wieder neue Perspektiven geschöpft. Er war im Projektrahmen für den Bau des Bienenhotels verantwortlich und hat dies zweimal organisiert und durchgeführt. Dies alles im Rahmen der bestehenden Projekt-Kooperations-Strukturen.

Das Projekt ist längst beendet. Und der zweite Brand hat alle Beteiligten frustriert. Auch Kriesel war sehr enttäuscht, wie er sagt. Er ist inzwischen Geschäftsführer der Kinderhaus Hallschlag gGmbH im neuen Generationenhaus geworden und hat sich um den Aufbau des neuen Stadtteil- und Familienzentrums gekümmert. Die Anfrage hat nun bei ihm einen Stein ins Rollen gebracht, wie er sagt. Und er macht die Erfahrung dabei: Die Netzwerkstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe tragen.

Viele Kooperationspartner aus dem Netzwerk beteiligen sich an der Infotheke im neuen Generationenhaus, damit die Funktion der sozialen Anlaufstelle gut ausgefüllt ist. Und im Zuge dessen kam Hans Peter Ritter von der Gesellschaft für Mobile Jugendarbeit im Hallschlag im Rahmen dieser bestehenden Kooperationsstrukturen auf Kriesel zu und erzählte von der Nachfrage unserer Zeitung. Daraufhin ging Kriesel zum Mauganescht, „um den Entwicklungsstand des in Arbeit befindlichen neuen Nachhaltigkeitsprojekts (Nachhaltig im Hallschlag) zu erfragen, das Frau Langosch im Stadtteil- und Familienzentrum mit Kooperationspartnern in Arbeit hat“, berichtet Kriesel.

Das Mauganescht – federführend für den Finanzplan des neuen Nachhaltigkeits-Projekts, hat den Wiederaufbau der Bienenhotels schon vorab durch das Sponsoring einer Firma finanziell abgesichert. Nun ging es um die Frage, wer es aufbaut. So wurde nun beraten, dass Kriesel sich für Material und Technik kümmert, eine engagierte Pädagogin vom Mauganescht für die Finanzabwicklung zuständig ist. „Den Baubeginn legen wir erst fest, wenn eine Art Interessensgruppe auch von Kindern und vor allem Jugendlichen hierfür gefunden ist. Die Standortwahl muss ebenso noch genau besprochen werden“, erklärt Kriesel.

Der Artikel in unserer Zeitung vom angezündeten Insektenhotel hatte, wie berichtet, Roland Rothstein von der Steuerberatungsgesellschaft wir-steuern-ihre-steuern GmbH so gerührt, dass er sich entschieden hatte, den Wiederaufbau zu unterstützen. „Da es sehr bedauerlich ist, dass es zu einer solchen unsinnigen Zerstörung kommt, vertreten auch wir die Auffassung, es sollte doch zumindest den freiwilligen und engagierten Helfern die Möglichkeit eröffnet werden, nochmals einen Neuanfang zu wagen“, erklärte Rothstein. Deshalb bot das Cannstatter Unternehmen finanzielle Hilfe an für die Materialkosten für ein neues Insektenhotel an. Nun müssen sich noch ausreichend Kinder und Jugendliche finden, die mitmachen und muss der künftige Standort besprochen werden. Kriesel hofft, dass auch die soziale Kontrolle mit dem Jugendlichen erarbeitet werden kann, damit Vandalismus keine Chance mehr hat. Dies soll auch, so Kriesel, über die Mitwirkung an dem Projekt erreicht werden.

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