Zwei Jugendliche und Desireé Greschbach von der Mobilen Jugendarbeit Freiberg/ Mönchfeld am Schrank. Foto: Heinrichs

Die Flüwo-Stiftung hat mit

Freiberg - Es hat geklappt. Was Magdalena Heinrichs von der Flüwo-Stifung kürzlich schon angekündigt hat, ist jetzt in Freiberg Wirklichkeit geworden. Dort gibt es nun einen öffentlichen Bücherschrank, in den Bücher gestellt und entliehen werden können. Gerade während der Corona-Pandemie eine Möglichkeit, Lesestoff zu finden und zu schenken. Dieser steht seit Dezember am Eingang des WohnCafés Wallerie in der Wallensteinstraße 29.

Der Bücherschrank wurde im Zuge des Projektes „Move Freiberg“ vom Projektteam des Internationalen Bundes (IB Süd) und der Flüwo-Stiftung erdacht und umgesetzt. „Ein Ziel des „Move Freiberg“-Projektes ist kostenfreie Begegnungsräume zu schaffen. Dies kann ein Kinoabend, ein Spielefest oder die Umgestaltung des WohnCafés Wallerie zum Bürgerwohnzimmer sein“, erklärt Heinrichs.

Der neue öffentliche Bücherschrank kann ebenfalls zum Begegnungsraum werden, erklärt die Stiftungsreferentin. Hier finden gelesene Bücher, die mit anderen geteilt werden wollen, ein neues vorübergehendes Zuhause. Hier kann man sich mit neuem Lesestoff versorgen und beim Stöbern einen Nachbarn treffen. So wird der Bücherschrank zum Ort der Begegnung und des Austausches innerhalb der Nachbarschaft.

Für den Bau des Schranks wurde das bhz Stuttgart e.V. beauftragt. In der Kreativwerkstatt in Stuttgart Feuerbach fertigten Menschen mit Behinderung den 2,20 Meter hohen und 1,10 Meter breiten Holzschrank an. Um diesen bunt zu bemalen startete die Mobile Jugendarbeit einen Aufruf unter den Jugendlichen. So fanden sich trotz Regen und frischen ein Grad Celsius im Dezember zwei engagierte Jugendliche aus Freiberg vor dem WohnCafé Wallerie ein, um den Bücherschrank mit Farbe zu besprayen, mit Hilfe von Mitarbeiterinnen der Flüwo-Stiftung, dem IB Süd und der Mobilen Jugendarbeit.

as eigens erdachte Farbkonzept sah vor, jede Etage des Bücherschrankes in einem bestimmten Farbton zu hakten. Nach zwei Stunden war das besondere Möbelstück fertig angesprüht und die Jugendlichen konnten voller Stolz ihr vollendetes, buntes Werk betrachten. Am 15. Dezember 2020 war eine Einweihungsparty des Bücherschranks geplant. Diese musste wegen der Corona-Beschränkungen abgesagt und auf das Frühjahr 2021 verschoben werden, so Heinrichs.

Sie hofft nun auf großen Zuspruch für diese neue Einrichtung: So ein Bücherregal lebt erst, sobald viele Bücher darin sind. Deshalb sind die Nachbarn dazu aufgefordert, gelesene Bücher in das Bücherregal zu stellen, sodass andere Menschen diese Bücher mitnehmen können. Eine Einschränkung macht die Stiftungsreferentin: „Alte, zerfledderte Bücher will niemand haben.“

Um einen solchen Schrank betreiben zu können, braucht es zudem Paten, die diesen betreuen. Diese werden ebenfalls noch gesucht.

Jeder, der Lust hat, sich um den Bücherschrank zu kümmern, meldet sich bei der Flüwo-Stiftungsreferentin Magdalena Heinrichs unter Telefon 97 60 – 226 oder per E-MaiI unter heinrichs@fluewo.de.

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