Bis zu 40000 Menschen sind am Wochenende zum Krautfest nach Leinfelden-Echterdingen gefahren – viele davon auch mit dem eigenem Auto. Foto: Günter E. Bergmann - Photography

Viele Gäste des Krautfests in Leinfelden-Echterdingen sind mit dem eigenen Wagen gekommen. Parkplätze gab es allerdings nur wenige. Deshalb wurde wild geparkt.

Das Filderkrautfest am Wochenende war nicht nur ein friedliches Fest und eines, das 40 000 Menschen besuchen wollten. Es war auch eine Veranstaltung, zu der viele Besucherinnen und Besucher mit dem Auto gekommen sind. Mancher Anwohner hatte sein Fahrzeug auch nicht rechtzeitig weggefahren, wie Gerd Maier, der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, sagt. Insbesondere am Samstag haben Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes zahlreiche Falschparker aufgeschrieben und verwarnt. Geldbußen von 25 bis 55 Euro wurden verhängt. Mehr als 20 Autos wurden abgeschleppt, weil beispielsweise wichtige Zufahrten zugeparkt wurden.

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen, die gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, hatte zum Krautfest Park- und Halteverbote entlang der Leinfelder Straße und an der Hauptstraße eingerichtet und dazu aufgerufen, mit Bus und Bahn anzureisen. Die Besucher konnten mit einem kostenlosen Busshuttle von Bühne zu Bühne gelangen.

Wildes Parken in den Gärtlesäckern

David Armbruster, Stadtrat der Grünen, sprach am Rande der jüngsten Gemeinderatssitzung von „Parkzuständen“, die im Ernstfall ein Durchkommen von Feuerwehr und Rettungswagen wohl sehr erschwert hätten. Im Gebiet Gärtlesäcker sei besonders wild geparkt worden. Da seien „die Karren einfach auf die Wiese gestellt worden“. Er bat die Stadtverwaltung, zu prüfen, ob die Gemeindevollzugsdienste der Nachbarkommunen künftig helfen könnten.

Die Stadt hatte zum Krautfest fünf Mitarbeiter in verschiedenen Schichten im Einsatz, sagt der Ordnungsamtschef Maier. Allein in den Gärtlesäckern wurden elf Verwarnungen ausgesprochen, weil Autos im absoluten Halteverbot gestanden hätten. Die Feuerwehr habe regelmäßig die wichtigsten Strecken abgefahren und so überprüft, ob sie mit Einsatzfahrzeugen durchkäme. In Absprache mit der Wehr wurde geklärt, ob Fahrzeuge abgeschleppt werden mussten oder ob eine Verwarnung ausreiche. Das Parken am Polstermarkt wurde indes toleriert.