Wegen der großen Fläche und Menge der geernteten Trauben soll der Täter eine Erntemaschine benutzt haben. (Symbolbild) Foto: dpa/Christoph Schmidt

Der betroffene Weinbau-Meister Klaus Moser meint, dass der Diebstahl in dieser Größenordnung von Leuten vom Fach ausgeführt worden sein muss. Ein Versehen sei hier ausgeschlossen.

Lauffen am Neckar - Nach dem Diebstahl von zehn Tonnen Weintrauben in Lauffen am Neckar (Kreis Heilbronn) vermutet Weinbau-Meister Klaus Moser einen Kollegen hinter der Tat. „Ich war sehr enttäuscht“, sagte Moser im Freitag. Als er in der Nacht zum Mittwoch merkte, dass ein großer Teil seiner Rebstöcke abgeerntet war, sei ihm gleich der Verdacht gekommen, dass ein anderer Winzer oder Landwirt dahinter stecken könnte. Zuvor hatten die „Heilbronner Stimme“ und der SWR berichtet.

Wegen der großen Fläche und Menge der geernteten Trauben muss sich der Täter laut Moser ausgekannt und eine Erntemaschine gehabt haben. „Das war total durchorganisiert.“ Dass es sich um einen Irrtum gehandelt haben könnte, schließt der Landwirt eher aus: Es sei schonmal passiert, dass aus Versehen eine falsche Rebzeile geerntet worden sei - „aber nicht eine Fläche von einem Hektar“. Insgesamt machte er nach eigenen Angaben einen Verlust von rund 6 000 Euro, drei andere Winzer seien ebenfalls um Trauben im Wert von mehreren Tausend Euro beraubt worden. Die Polizei schätzte den Gesamtschaden auf rund 10 000 Euro. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts hätten aus der Ausbeute rund 7500 Liter Wein gekeltert werden können.

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