Johannes Kaufmann (oben) von der Neckarunion zeigte einen starken Kampf und siegte. Foto: Archivfoto: Holger Strehlow - Archivfoto: Holger Strehlow

Die Landesliga-Ringer der Neckarunion Münster/Remseck fegen im letzten Heimkampf der Saison den TSV Meimsheim mit 19:9 förmlich von der Matte

AldingerEs läuft weiterhin gut in der Rückrunde für die Ringer der Neckarunion Münster/Remseck. Der 19:9-Heimsieg – gekämpft wurde in der Gemeindehalle in Aldingen – gegen den TSV Meimsheim bedeutete schon den fünften Sieg im siebten Kampf der zweiten Saisonhälfte. Und im ersten Jahr des gemeinsamen Ringens um Punkte von TSV Münster und KVA Remseck boten die Athleten im letzten Heimkampf der Runde nochmals eine ganz starke Leistung, mit einem Ausgang, der „in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten war“, sagt Trainer Daniel Gleich. Immerhin: In der Vorrunde hatten die Griffexperten der Neckarunion in Meimsheim noch mit einem Punkt Unterschied das Nachsehen. Und der Gast war laut Gleich nun „noch stärker aufgestellt“ als beim ersten Vergleich. Doch außer Schoko-Nikoläusen, die die Neckarunion-Athleten am Freitagabend ihren jeweiligen Gegnern vor Kampfbeginn überreichten, gab’s kaum Süßes für die Gäste, aber dafür jede Menge Saures. „Man hat schon im ersten Kampf gesehen, dass unser Athlet gewinnen möchte und konsequent sowie konzentriert aufgetreten ist. Das hat die anderen noch mehr beflügelt und sich bis zum Ende durchgezogen.“ Besagter Auftaktringer war der 14-jährige Robin Wentsch (57 Kg, Gr.-röm). Das Nachwuchstalent hat sich während der Runde zum kontinuierlichen Punktesammler entwickelt und packte weitere zwei Zähler durch einen 14:11-Sieg auf sein Konto. Schwergewichtler Leon Tscherter erhöhte auf 4:0, Florin Cutitaru (61 Kg, Freistil) baute durch seinen 12:1-Punktesieg die Führung auf 7:0 aus. Jens Mack gelang gegen Felix Hagenbruch (98 Kg, Gr.-röm.) ein 3:2-Sieg und damit der erste Zähler für die Gäste. Doch anschließend überfuhr Julian Paul Kämmle (66. Kg, Gr.-röm.) seinen Kontrahenten förmlich. Bereits 29 Sekunden nach dem Kämmle die Matte betreten hatte, konnte er sie wieder jubelnd verlassen – Louis Sigmund fand sich auf den Schultern wieder. Gleiches Schicksal ereilten an diesem Abend auch die Neckarunion-Athleten Oskar Benzenhöfer (86 Kg, Freistil) und Daniel-Matthias Hofholz (75 Kg, Freistil). Zwei Punkte auf die Anzeigetafel zauberte für die Gastgeber indes Johannes Kaufmann (71 Kg, Freistil) in einem der abwechslungsreichsten Kämpfe des Abends. Häufig wechselte die Führung, wobei das Duell nach Auffassung vieler Neckarunion-Fans und auch Kaufmanns schon früher hätte beendet sein müssen. „Ich bin der Meinung, ich habe ihn auf den Schultern gehabt“, sagte Kaufmann nach seinem guten Auftritt. Der Unparteiische sah es anders und sorgte für einen Kampf über die gesamten sechs Minuten. Sechs Minuten – zu lange für Panagiotis Macris (75 Kg, Gr.-röm.). In der Hinrunde musste er gegen Eugen Hogel noch über die volle Distanz und holte drei Punkte. Am Freitag machte Macris eine Minute früher Feierabend – ihm gelang ein Überlegenheitssieg und er holte so die letzten vier Zähler zum 19:9-Sieg. Kurz zuvor steuerte zum Gesamtsieg auch Christian Wahlenmeier (80 kg, Gr.-röm.) zwei Punkte bei, obwohl es – wie so oft in dieser Runde – zu Beginn seines Mattengangs gar nicht danach aussah. Tobias Herbst wirbelte Wahlenmeier durch die Gegend und führte schnell mit 8:0. Kein Grund zur Panik für Wahlenmeier, der, je länger der Kampf dauerte, immer stärker wurde, während sein Gegner immer mehr abbaute. Nach sechs Minuten feierte der Neckarunion-Ringer einen klaren 15:9-Sieg.

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