Sônia Staib auf dem Weg zum Abschluss. Gegen Weinstadt kam sie nur zu einem Kurzeinsatz – nach sieben Minuten musste sie verletzungsbedingt vom Feld. Foto: Archivfoto: Holger Strehlow - Archivfoto: Holger Strehlow

Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See unterliegen bei der SG Weinstadt mit 21:24 – am Samstag gegen das Schlusslicht Nordheim 2.

WeinstadtEs gibt Tage, da will einfach nichts gelingen beziehungsweise geht alles daneben, was daneben gehen kann. So einen Tag zum Vergessen erwischten die Frauen der HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See am vergangenen Samstag beim Gastauftritt bei der SG Weinstadt. Das Unheil nahm bereits vor dem Anpfiff seinen Lauf. Kreisläuferin Christiane Kappis musste ihre Teilnahmen krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Auch Marie-Kristin Wittmann war nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, „sie konnte nur immer wieder sporadisch eingesetzt werden“, sagt HSG-Coach Klaus Bender. Immerhin steuerte sie aus dem Rückraum drei Tore bei. Doch eben zu wenige HSG-Spielerinnen trugen sich in Torjägerliste ein – auch deshalb, weil die Probleme während der Partie noch größer wurden. Sônia Staib, ansonsten eine sichere Siebenmeterschützin und für Treffer aus dem Rückraum gut, verdrehte sich bereits nach sieben Minuten beim Ausführen eines Strafwurfs so schwer das Knie, dass sie verletzt raus musste. „Eine genaue Diagnose steht noch aus. Ich befürchte, sie wird uns längere Zeit fehlen“, so Bender. Doch damit nicht genug. Friederike Folda hatte bis zur 35 Minute vier Treffer erzielt. Mehr wurden es nicht mehr – bei einer Aktion griff sie nach Auffassung der Schiedsrichter zu heftig in den Wurfarm ihrer Gegnerin, sodass sie die Rote Karte sah. „Eine harte Entscheidung. Zwei Minuten wären auch völlig ausreichend gewesen.“ Damit habe man fast den gesamten Rückraum nicht mehr zur Verfügung gehabt. Zwar hatten die Gäste in Pauline Kissing mit neun Toren die treffsicherste Akteurin des gesamten Spiels in ihren Reihen, aber letztlich unterlag man mit 21:24.

Zur Pause lagen die Gäste mit 9:11 zurück. Der größte Rückstand betrug nach 35 Minuten drei Tore. Doch die HSG blieb trotz der vielen Nackenschläge dran, traf in der 57. Minute durch Marie-Kristin Wittmann gar zum 21:21. „Da dachte ich, jetzt drehen wir die Partie und siegen.“ Doch das Gegenteil war der Fall. Den Gästen gelang kein Treffer mehr, während die Frauen aus Weinstadt noch drei Tore draufpackten.

Nach dieser Niederlage verliert die HSG Platz 4, der sicher zur Teilnahme an der künftigen Verbandsliga berechtigt, immer mehr aus den Augen – sieben Zähler hinkt man hinterher. Auf Platz fünf, der eventuell auch noch reichen kann, beträgt der Rückstand vier Zähler, wobei die derzeit dort positionierte SG Strohgäu 2 eine Partie mehr als die HSG absolviert hat. Klar ist jedoch: „Viele Ausrutscher dürfen wir uns nicht mehr leisten.“ Am kommenden Samstag (20 Uhr) in der heimischen Elly-Halle wird das Schlusslicht Nordheim 2 zu Gast sein. „Ein Sieg ist Pflicht.“

HSG Cannstatt-Münster-Max-Eyth-See: Jennifer Egyed, Marina Rüdinger (beide im Tor); Maike Riedel, Nadine Behrens (2/1), Pascale Stolz, Jessica Himmer, Kerstin Seele (2), Jessica Nitz, Friederike Folda (4/2), Katharina Roth (1), Marlene Bulat, Marie-Kristin Wittmann (3), Pauline Kissing (9), Sônia Staib.

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